Weil sein Beruf ihn seit 35 Jahren in Privathäuser und Wohnungen führt, ist Thomas Buban nichts Menschliches fremd. Das Zuhause ist der intimste Lebensbereich eines Menschen. Darum erlaubt man diesen Einblick nur Personen, denen man vertraut. Malermeister Thomas Buban hat sich das uneingeschränkte Vertrauen seiner Kunden über die Jahre erarbeitet. Absolute Verschwiegenheit gehört für ihn zu den Selbstverständlichkeiten seines verantwortungsvollen Berufs. Entsprechend folgte er unserer Interviewanfrage mit einer Einschränkung: Geheimnisse verrate er keine! So viel zumindest verriet er.

SGM: Herr Buban, verändert der Sommer Ihre Aufgaben?

TB: Allerdings! Die Sommermonate bringen Saisonarbeiten mit sich. So bieten sich lang anhaltende Wärmephasen besonders für alle Umbauarbeiten an. Wir isolieren, verputzen und streichen im Sommer viele Hausfassaden, weil die Baumaterialien jetzt schnell durchtrocknen und dadurch ein zügiges Weiterarbeiten möglich ist. Zudem ist es lange hell und bei offenen Fenstern verflüchtigt sich der Geruch frischer Farbe rasch.

SGM: Also arbeitet die Sonne für Sie!

TB: Ja, so kann man das sagen. Für die meisten Menschen ist der Sommer die schönste Jahreszeit. Aber auch die Sonne hat ihre Schattenseiten. Man vergisst leicht, dass vor allen Dingen ältere und pflegebedürftige Menschen unter der großen Hitze leiden. Nie gibt es mehr Herz-Kreislauf-Probleme als in diesen Monaten.

SGM: Und was können Sie für diese Menschen machen?

TB: Es gibt fast unbegrenzte Möglichkeiten, um ein Heim individuell bedarfsgerecht und pflegeleicht zu gestalten! Ich nenne hier nur die wirksamsten und schnell realisierbaren zum Thema Hitze: Eine gute Isolierung ist bereits die halbe Miete! Im Winter hält sie die Wärme im Haus, was die Heizkosten spürbar senkt. Im Sommer hält die Isolierung Wärme schon von außen ab und dadurch die Innentemperatur konstant und angenehm temperiert.

Eine weitere, sehr effektive Maßnahme ist die Anbringung von Markisen und Außenjalousien. Diese „spüren“ die Sonnenbestrahlung und beschatten sofort und vollautomatisch Balkon, Terrasse und Fenster. Sie müssen nichts weiter tun, als tagsüber die Fenster geschlossen zu halten und erst den Abendwind hereinzulassen. Das funktioniert allerdings nur bei gut isolierten Fenstern und Türen.

SGM: Wenn ich an die vielen Menschen denke, die in ihrem Zuhause über Hitze stöhnen, bedeutet das dann wohl, dass viele Häuser gar nicht isoliert sind. Woran liegt es, dass ältere Menschen den sinnvollen Umbau ihres Heims häufig scheuen?

TB: Wer schwach und immobil ist, fühlt sich größeren Belastungen nicht mehr gewachsen. Es gehört Mut dazu, seine Lebensumstände zu verbessern. Hier unterstützen wir, indem wir alle erforderlichen Umbaumaßnahmen übernehmen können.

Ich besuche diese Menschen zu Hause und sehe aufgrund meiner Erfahrung sofort, wo sinnvoll umgebaut werden kann. Zuerst führe ich ein ausführliches Gespräch über ihre
Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen. Danach beginnt die detaillierte Planung und Arbeitsvorbereitung. Möchten die Kunden Materialien in unserer Ausstellung selbst aussuchen, holen wir sie ab und bringen sie in unserem „Buban Shuttle“ wieder nach Hause. Falls diese Fahrt zu anstrengend ist, komme ich mit Materialmustern und wir wählen gemeinsam vor Ort aus. Einer meiner besten Mitarbeiter wird während der Umbauarbeiten ständig zugegen sein. Er beaufsichtigt alle Gewerke und ist der zuverlässige Ansprechpartner für unsere Kunden.

SGM: Können diese während der Umbaumaßnahmen zu Hause bleiben?

TB: Selbstverständlich, sogar, wenn sie bettlägerig sind! Dann renovieren wir um sie herum und schützen ihren Raum geschickt vor Staub und Schmutz. Auf diese Weise können wir zum Beispiel einen durchgehend ebenen, rutschfesten Bodenbelag einbringen, die Zimmer freundlich tapezieren oder das Bad altersgerecht umbauen. Übrigens nutzen viele die Zeit der Renovierung für einen Urlaub, ihren Reha- oder Krankenhausaufenthalt. Bei ihrer Rückkehr ist dann alles fertig und blitzsauber! Damit jedes Stück wieder an seinem gewohnten Platz steht, fotografieren wir vor dem Ausräumen der Möbel jedes Detail. Wir denken wirklich an alles!

SGM: Herr Buban, ich danke Ihnen für dieses Gespräch!

Das Gespräch führte Sabine G. Mellenthin.

Beitragsbild: Thomas und Ulrike Buban © Klaus Mellenthin