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Wem Zelten und Wandern zu wenig ist, wer das Wochenendabenteuer sucht, bei dem er kurzzeitig der Zivilisation entfliehen kann, der sollte sich vom Bushcraft-Fieber packen lassen.

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Dort, wo Camping in Überlebenstraining übergeht – irgendwo zwischen Dosenravioli und Hardcore-Survival à la Bear Grylls –, da ist Bushcraft anzusiedeln. Der Begriff kommt ursprünglich aus Australien, fasst aber auch in der nördlichen Hemisphäre verschiedene Überlebens- und Lebenstechniken in der Wildnis zusammen. Dem Bushcrafter geht es darum, sich Wissen und Kenntnisse anzueignen, die es ihm ermöglichen, nur mit den elementarsten Hilfsmitteln in der freien Natur zu überleben und zurechtzukommen. Grundkenntnisse wie Feuer machen mit oder ohne Feuerstein, das Bauen von winddichten Unterkünften oder die Suche und Zubereitung von Lebensmitteln müssen erst (wieder) mühsam erlernt werden. Das richtige Umgehen mit der Axt, die Orientierung in einem unbekannten Terrain behalten, das ist etwas, was heutzutage nur noch die wenigsten beherrschen. Wo die eigenen Kenntnisse über Flora und Fauna nicht ausreichen, sind Foren und Blogs hilfreich. Hier findet man Tipps und Tricks zu verschiedensten Naturmaterialien, Locations und Do-it-Yourself-(DIY-) Anleitungen für alles, was man in Wald und Flur benötigen könnte.

bushcraft_unterwegs-im-unterholz_02Die hiesige Szene ist noch relativ jung, erst im Jahr 2010 wurde das Outdoorhobby auch in Deutschland populär. Inzwischen findet man aber überall Gruppen, die sich regelmäßig zu Kurztrips in die heimischen Wälder zurückziehen. Anfänger sollten sich in jedem Fall einer gut organisierten Gruppe anschließen.

Innerhalb der Gruppe sind die besten Lagerplätze und Wanderrouten bekannt und die alten Buschhasen helfen gerne mit Tipps, Ideen und auch mal mit Werkzeug aus. Die eigentliche Grundausrüstung zum Bushcraften ist übersichtlich, aber hochwertig. Ein warmer Schlafsack und passende Kleidung sind ein Muss, ebenso wie ein widerstandsfähiges Messer samt Feuerstein. Außerdem gehört eine leistungsfähige Taschenlampe und eine Reiseapotheke für Notfälle in den möglichst großen Rucksack. Je nach Laune oder Level kann man eine Isomatte, eine Zeltplane und vor allem ausreichend Getränke und Lebensmittel mitnehmen.

 

Info-Tipp

Facebook-Gruppe: Bushcraft Bodensee
oder www.bushcraft-deutschland.de

 

© Fotos: Facebook Gruppe Bushcraft Bodensee

Beitragsbild: Bushcraft Unterwegs Im Unterholz