Mit dem Nötigsten an Gepäck auf dem Rücken, einfach querfeldein durch unwegsames Gelände ohne feste Wege und ohne zu wissen, wo es einen hinführt. Sei es unter dem Namen Trekking, Backpacking oder Rucksackwandern – das freie Durch-die-Gegend-Ziehen mit nichts in seinem Rucksack als dem Nötigsten ist eines der letzten
großen Abenteuer in unserer Welt.

Was einen Trekking-Urlaub so unverwechselbar macht, ist das intensive Erlebnis unverfälschter Natur und Kultur. Fernab von Massentourismus, dem Stadtleben und
besonders dem Alltag reizen Flora und Fauna zu immer neuen Entdeckungen, kleine abgelegene Dorfcafés laden zum Ausruhen ein, bevor es zur nächsten Etappe geht.
Trekking ist aber auch eine Herausforderung an den Körper. Dazu gehören starke
Nerven, Orientierungsvermögen und ein paar Survival-Kenntnisse ins Handgepäck
eines jeden Trekkers.

Das Reiseangebot für Trekker ist riesig, gerade weil man sich den Urlaub flexibel zusammenstellen kann. Ob geführt oder mit Karte unterwegs, mit dem Fahrrad oder zu Pferd, Zelt oder Hotelzimmer mit Dusche, Nepal oder die heimischen Alpen – die Möglichkeiten sind endlos. Entsprechend buchbare Reisen reichen von geführten Touren durch die malerischen Olivenhaine Andalusiens über reine Übernachtungspakete auf dem Jakobsweg bis hin zu Touren mit Hundeschlitten oder Ski.

Je nach Land gilt es aber, die Richtlinien von Naturparks bzw. die Rechte der Grundstücksbesitzer zu beachten. Diese sind von Land zu Land unterschiedlich. Während in vielen skandinavischen Ländern und der Schweiz das Jedermannsrecht gilt und Trekker auch über Privatgelände reisen dürfen, ist in anderen Ländern wie den USA das Betreten von privatem Gelände ohne ausdrückliche Erlaubnis verboten. Immer gilt jedoch: „Hinterlasse nichts außer deinen Fußspuren und nimm nichts mit außer deinen Eindrücken.“

Übrigens: Das Wort „Trekking“ kommt ursprünglich von dem plattdeutschen „trekken“, etwas ziehen. Das Wort kam über das Afrikaans zunächst in die englische Sprache, bevor es im Deutschen wieder aufgenommen wurde.

Ein Artikel von Franziska Herget

Beitragsbild: Gesicherter Aufstieg - Foto © Rainer Sturm/Pixelio