Unser Ansatz zur Trend-Thematik „Fit for Leadership“ – profilieren Sie sich mit diesen sieben Tipps erfolgreich im Job

Ein schwieriger oder unfähiger Chef ist der Albtraum eines jeden Angestellten. Mit einem guten Vorgesetzten kann einen der per se wenig aufregende Job trotzdem zu Höchstleistungen motivieren, andersherum kann ein schlechter Chef einem auch den ultimativen Traumberuf vermiesen.

Jedem (guten) Chef ist diese Verantwortung gegenüber dem Mitarbeiter bewusst, trotzdem ist es nicht immer einfach, allen Anforderungen gerecht zu werden. Je größer und komplexer das anzuleitende Team ist, desto höher steigen Erwartungen und Verantwortung. Um diesen entsprechen zu können, sollte man sich immer wieder ein paar Grundregeln vor Augen halten, die sich auch gut auf Familiensituationen übertragen lassen:

Fit for Leadership – Foto: Andrey Bandurenko / Fotolia.com

Fit for Leadership – Foto: Andrey Bandurenko / Fotolia.com

Der Erfolg des Projekts hängt von den Mitarbeitern ab

Egal wie viel der Chef selbst zu einem Projekt beiträgt, er oder sie ist meist nur ein kleiner Teil der Arbeitsleistung, insbesondere, wenn zwischendurch noch andere Aufgaben übernommen werden. Es sollte einem immer bewusst sein, dass das Projekt von der Leistung und der Motivation aller Gruppenmitglieder abhängt. Nur weil eine Person die Verantwortung trägt, sollte diese nicht alle Lorbeeren für sich behalten wollen. Die Arbeit wird mit oder von den Mitarbeitern erledigt, die eigene Aufgabe ist es hier, diese einzufordern und fair zu bewerten.

Alle Mitarbeiter kennen(-lernen)

In einem Team ist es wichtig, alle Mitarbeiter als Menschen zu kennen, ihre Stärken, Schwächen und Motivationen in Erfahrung zu bringen. Indem die unterschiedlichen Ziele eines jeden Mitarbeiters respektiert und die Schnittmengen mit der eigenen Linie ermittelt werden, kann auf Dauer ein erfolgreiches Team aufgebaut werden. In diesem lassen sich dann die individuellen Talente fördern und auf das Vollste ausschöpfen. Ein gutes Team setzt sich aus Mitarbeitern zusammen, deren Charaktere sich ergänzen – ein guter Chef setzt dieses Puzzle optimal zusammen.

Rollen- statt Aufgabenverteilung

In einem Team, in dem die Rollen nicht klar verteilt sind, entstehen häufiger Konflikte. Dies zeigt sich besonders dann, wenn der Chef attraktive, weil einfache Aufgaben verteilt oder diese sich gut zum Profilieren eignen. Das Ergebnis sind meist weitere Mitarbeiter, die sich ungerecht behandelt fühlen. Aufgabenübergreifende Arbeiten fallen dann oft unter den Tisch. Besser ist es, feste Rollen zu vergeben. Wer seine Mitarbeiter kennt, kann genau erkennen, wer am ehesten einen guten Kundenkontakt aufbauen kann, wer sich als Projektmanager eignet, wer mit Expertenwissen glänzt und wer an organisatorischen Arbeiten Freude hat. Klare Richtlinien und Erfolgskriterien geben den Mitarbeitern Sicherheit und schließen Verantwortlichkeiten für jede Person ein.

Aufgaben abgeben

Nichts ist schlimmer als wichtige Aufgaben, die auf dem Tisch vom Chef liegenbleiben, insbesondere wenn bereits viel Zeit und Aufwand von dritten darin investiert wurden. Jeder Chef muss rechtzeitig erkennen, dass er Aufgaben abgeben muss und an wen. Wer immer alles selbst machen will, manövriert sich dabei schnell ins Aus. Gewisse Aufgaben sollte man seinen Mitarbeitern übertragen und diese dann eigenständig erledigen lassen. Das fördert Eigenverantwortung und vor allem die Motivation. Oft kommen dabei alternative, aber nicht weniger effektive Lösungsansätze zutage, die sich gut in bisherige Arbeitsabläufe integrieren lassen.

Den Mitarbeitern vertrauen

Motivierte Mitarbeiter handeln im Interesse der Firma und der Gruppe. Fehler und Fehlentscheidungen gehören nun mal dazu. Geht man den Ursachen auf den Grund, statt einfach nur den Ärger an dem Mitarbeiter auszulassen, findet sich tatsächlich oft eine völlig logische Entscheidung, auf der das Ergebnis basiert. Ist Vertrauen zwischen Chef und Mitarbeiter vorhanden, fällt es Letzterem leichter, die ihm aufgefallenen Fehlentscheidungen anzusprechen und damit ist es möglich, rechtzeitig neue Lösungsansätze zu suchen.

Probleme gleich lösen

Offensichtliche Probleme gehören zügig angesprochen und zeitnah abschließend gelöst. Hier gilt es, Ursachenforschung zu betreiben, statt zu versuchen, die Symptome zu behandeln. Gibt es Probleme mit den Räumlichkeiten oder Arbeitsmaterialien und -programmen, helfen oft einfachste Kosten-Nutzen-Rechnungen, um den Investitionsaufwand abzuschätzen. Gibt es Konflikte zwischen Mitarbeitern, die sich auf die Arbeitsleistung auswirken, gilt es einzuschreiten und eine Lösung herbeizuführen. Ist es ein interpersonelles Problem, muss gegebenenfalls die Rollenverteilung neu durchgesprochen werden. Handelt es sich um persönliche Auseinandersetzungen, kann man gerne auch die Parteien dazu auffordern, sie außerhalb des Betriebs zu lösen – ohne direkt weitere Konsequenzen in Aussicht zu stellen.

Wertschätzung für den Mitarbeiter

Und zu guter Letzt: Immer dafür sorgen, dass sich der Mitarbeiter für seine Arbeit wertgeschätzt fühlt. Das reicht von einem Lob für erfolgreiche Arbeiten bis hin zu einer kleinen Büroparty für das Firmenjubiläum. Dann, und nur dann, ist ein Job mehr als die Summe der Aufgaben, die man für ein Gehalt übernimmt.

 

Der Chef den ich nie vergessen werden – Foto: Campus Verlag

Der Chef den ich nie vergessen werden – Foto: Campus Verlag

Buchtipp

„Der Chef, den ich nie vergessen werde:
Wie Sie Loyalität und Respekt Ihrer Mitarbeiter gewinnen“
von Alexander Groth
ISBN: 3593501341

Beitragsbild: Fit for Leadership – Foto: Andrey Bandurenko / Fotolia.com