Es ist heute schwieriger denn je, seine Buchideen bei einem Verlag unterzubringen. Zum einen ist die Auswahl und damit die Konkurrenz größer, zum anderen gehen die Verlage einfach ungern für einen Newcomer ein hohes finanzielles Risiko ein. Zum Glück gibt es heute mehr als einen Weg, sein Werk unter die Leute zu bringen.

So trivial es sich anhört: Der erste Schritt ist, das Buch fertigzustellen. Vorher lohnt es sich nicht, sich um das Drumherum Gedanken zu machen. Als Erstes gilt es, zu schreiben, korrigieren und gegenlesen zu lassen und wieder zu korrigieren. Das Internet bietet hier nicht nur viele Tipps und Tricks zum Arbeiten – in vielen Foren kann man sich austauschen, gegenseitig Textauszüge bewerten und sich allgemein erkundigen.

Ist der Roman, der Gedichtband oder die Autobiografie dann fertig, muss man sich für eine Produktionsform entscheiden.

Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen kleinen und größeren Verlagen. Besonders bei speziellen Genres wie Fantasy oder lokaler Geschichte ist man beim kleineren Verlag besser aufgehoben als bei einem großen. Zugegeben, die Auflagen und die Margen sind etwas geringer, dafür arbeitet man mit den Verlagsmitarbeitern auf einer Ebene und kann mehr Einfluss auf den Druck seines Werkes nehmen.

Wer sein Buch in Druckform haben will, aber nicht mit einem Verlag zusammenarbeiten möchte, für den sind Print-on-Demand-Angebote die erste Wahl. Hier ist man direkt Kunde kann vom Einband über die Buchform alles selbst entscheiden und gegen kleines Geld drucken lassen.

Immer beliebter wird auch die Herausgabe als E-Book. Je nach Anbieter kann man gegen ein geringes oder gar kein Entgelt sein Werk in eine praktische elektronische Form wandeln und sie auf verschiedenen Plattformen zum Verkauf anbieten. Das Formatieren des Textes an sich ist nicht schwer und kann mit aktueller Textverarbeitungssoftware schnell erledigt werden.

In den beiden letzten Fällen sollte man miteinplanen, dass der Vertrieb in eigener Hand liegt. Der Erfolg hängt dann von der Eigeninitiative in Sachen Werbung und Verbreitung ab. Hier hilft es besonders, wenn man bereits eine kleine Anhängerschaft im Freundes- und Familienkreis aufbauen konnte – so können viele Erstautoren schon in der Schaffungsphase auf eigene Fankreise im Internet zählen.

In diesem Sinne: Frohes Schaffen!

Ein Artikel von Franziska Herget

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Beitragsbild: Self Publishing hilft gerade auch kleinen Autoren ihre Werke zugänglich zu machen – Foto: S. Hofschläger / pixelio.de