tncap is empty

Man kann es am ehesten als einen Elektroroller mit zwei parallel aufgestellten Rädern beschreiben, der sich automatisch selbst ausbalanciert. Segways sind diese futuristisch anmutenden Fahrzeuge, die man als Normalmensch eher im Kino oder in einem Internet-Clip sieht als auf freier Wildbahn.

Dabei sind diese die Erdanziehungskraft austricksenden Fahrzeuge besonders in den Großstädten schon weitverbreitet. Sie sind klein und wendig und man darf damit meistens auf dem Fahrradweg fahren. Und damit sind sie inzwischen ein ganz großer Renner in der Touristikbranche.

Weiß man erst, wonach man suchen muss, findet man in immer mehr Städten und auf ausgebauten Wanderrouten Hinweise auf Segway-Touren. Diese reichen vom Skyline-, Kultur- oder Offroadtrip bis hin zu individuell geplanten Firmenausflügen. Was in Berlin und den Hansestädten angefangen hat, wird nun auch in Heidelberg, Dresden, Erfurt und Göttingen angeboten. Es geht den Brocken hinauf oder den Strand an Nord- oder Ostsee entlang. Aber auch in idyllischeren Gegenden wie dem Harz wird gerollt, natürlich auch im Schwarzwald und von dort am Bodensee vorbei bis in die Schweiz.

Der Vorteil liegt auf der Hand: In relativ kurzer Zeit lassen sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen, ohne Anstrengung, lästige Parkplatzsuche oder sogar Stau in der Innenstadt. So bleibt mehr Zeit für das Wesentliche, ohne dass man dem Guide ständig hinterherhetzen muss.

Benötigt wird lediglich ein Führerschein, entweder der normale Autoführerschein, mindestens aber ein Mofaführerschein. Helm und auch Getränke werden in der Regel gestellt. Generell sollte man auf allzu viel Gepäck verzichten, übervolle Taschen und Rucksäcke machen das Ausbalancieren schwerer als nötig.

Die Tour beginnt meist mit einer halbstündigen Einweisung, in der das Fahren mit dem Segway erklärt und ausprobiert wird. Die ersten paar Meter kosten etwas Überwindung, ebenso die erste Kurve. Aber nach erstaunlich kurzer Zeit lässt sich per Hüftschwung auch der schmalste Slalom fahren – dann kann es auch schon losgehen.

Ein Artikel von Franziska Herget