Mit diesem Satz fangen die meisten Märchen an, von Schneewittchen bis zum gestiefelten Kater über die Mär der Bremer Stadtmusikanten bis zum Panchatantra, der indischen Märchendichtung, die die Vorlage für 1001 Nacht gewesen sein soll.

Märchen sind uralt und bleiben doch immer aktuell. Denn sie sind nicht einfach nur Geschichten mit fantastischen Figuren. Hinter dem Froschkönig und Allerleirauh steht immer eine erzieherische Funktion. Jedes Märchen hat eine Moral, Gut und Böse werden immer eindeutig unterschieden und es hätte immer die Möglichkeit gegeben, den richtigen Weg zu wählen. Hätte, denn nicht alle Märchen gehen gut aus. Vielleicht sind sie gerade deswegen so beliebt und verbleiben als ein wichtiger Bestandteil der Kindheit.

Dass Märchen wichtig sind, wissen wir alle von klein auf. Und seit 2005 ist es auch offiziell, da wurde die berühmteste Märchensammlung überhaupt, die Erstausgabe der Märchen der Gebrüder Grimm, offiziell zum Weltdokumentenerbe der UNESCO ernannt. In über 140 Sprachen übersetzt, ist die Sammlung „Kinder- und Hausmärchen“ von Jacob und Wilhelm Grimm mit Abstand das beliebteste und meistbekannte Kinderbuch der Welt. Dieses Buch erschien zum ersten Mal am 20. Dezember 1812, vor genau 200 Jahren. Das Jubiläum feiert ganz Deutschland mit dem Grimm-Jahr 2013, ganz besonders aber werden die Feierlichkeiten an der deutschen Märchenstraße. Fast kein Tag, der nicht im Sinne der Märchen steht, mit Freilichtaufführungen, Nachtwanderungen und Festivals im Sommer, Märchenausstellungen, Theateraufführungen und Lesungen im ganzen Jahr.

Die deutsche Märchenstraße erstreckt sich von Hamburg über Bremen, durch Kassel und Umgebung, an Marburg vorbei bis nach Hanau, dem Geburtsort der Gebrüder Grimm. Sie zieht sich durch alle Lebensstationen der beiden Brüder sowie durch Orte, in denen viele ihrer Märchen beheimatet sind.

Besonders Nordhessen hat es den Brüdern Jacob und Wilhelm angetan, hier lebten und arbeiteten sie den Hauptteil ihres Lebens und zogen in ihrer Freizeit von Ort zu Ort. Sie kamen durch naturbelassene Wälder, vorbei an kleinen Flusstälern und malerischen Fachwerkhäusern, Burgen und Schlössern

… und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Franziska Herget

Info Tipp:
Mehr Informationen zu der deutschen
Märchenstraße und dem Grimm-Jahr
2013 finden sich unter:
www.deutsche-maerchenstrasse.de
www.grimm2013.de

Beitragsbild: Einhörner finden sich häufig in Märchen - Foto © Snuesch / Pixelio.de