Bei allen negativen Aspekten rund um das Internet wie etwa zum Thema Datenschutz und Netzneutralität – der Grundgedanke des Internets, das Verbreiten und Zur-Verfügung-Stellen von Wissen und Informationen, ist zum Glück geblieben. So kann man alles Mögliche recherchieren und gerade zur Weihnachtszeit beschäftigt einen häufig der Gedanke an die Familie. Eine wunderbare Gelegenheit also, sich in den dunklen Wintermonaten der Ahnenforschung (Genealogie) zu widmen. Die Daten bis hin zu den Großeltern sind meistens noch verfügbar. Oft gibt es in der Familie auch schon einen weiterführenden Stammbaum, in dem mindestens vier bis fünf Generationen enthalten sind. Das ist die Basis für die weitere persönliche Ahnenforschung.

In genealogischen Datenbanken wurden von Forschern wie Privatleuten viele Millionen erforschter Ahnentafeln und Stammbäume aufgenommen. Wer auf diese Stammbäume zugreifen möchte, der wendet sich am besten an einen der inzwischen circa 100 Genealogie-Vereine. Diese oftmals regionalen Vereine sind fast alle unter dem Dachverband Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e. V. zusammengefasst. Hier hilft man aus mit Tipps, Tricks und der richtigen Software, um mehr über die Familiengeschichte zu erfahren.

So wurden von Universitäten und Instituten, Vereinen und Privatleuten unterschiedlichste Dokumente digitalisiert und online zur Verfügung gestellt. Das reicht von historischen Kirchen- und Ortsfamilienbüchern über alte Adressbücher und Steuerbelege. Aber auch andere historische Unterlagen können Aufschluss über das Leben der Vorfahren bringen, wie z. B. alte Vereinszeitschriften, Bienenzuchtmagazine oder Passagierlisten. Insbesondere die Mormonen sammeln über diverse Medien hinweg Namen und Personalien Verstorbener, hauptsächlich aus den USA, aber auch deutsche Ahnenforscher können hier fündig werden. Über die Webseite des Vereins für Computergenealogie e. V. stehen verschiedene Datenbanken zur Verfügung, zudem gibt es ein frei zugängliches Wiki, ein Forum und Mailinglisten.

Bei den Ahnenforschungsportalen sollte man sich bewusst sein, dass es sich dabei um profitorientierte Unternehmen handelt, deren Zugänge meistens kostenpflichtig sind. Außerdem stellt man einem Konzern Daten zur Verfügung, über deren weitere Verwendung dieser gemäß den Geschäftsvereinbarungen oft eigenständig verfügen kann.

Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e. V.: www.dagv.org

Verein für Computergenealogie e. V.: www.genealogy.net

Verein für Familienkunde in Baden-Württemberg e. V.: www.vfwkwb.org

Beitragsbild: Die eigene Ahnenforschung beginnt man am Besten mit dem Familienstammbaum – Foto: pixabay.com