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Büffeln, ackern, quälen – so viele negative Beschreibungen schwirren rund um das Thema LERNEN, sodass die meisten schon resignieren, bevor sie wirklich angefangen haben. Was folgt sind Ächzen, Stöhnen und Jammern. Wehklagen über zu viel Stress, keine Zeit für das Wesentliche. Das Wesentliche – was ist denn das überhaupt? Was ist der Trend der Zeit?

 

Geistige Fitness in jedem Alter.

Sie werden bei dieser Frage sicherlich an moderne Technik, ausgefallene Reisen und viele verschiedene Interessen denken. Nein, das alles ist es nicht! Der Trend der Zeit liegt darin, nie stehen zu bleiben und sich geistig in jedem Alter fit zu halten. Vor allem sich auch fit zu fühlen. Hand aufs Herz, wollten Sie den geistigen Stand der Menschen, die Interessen und Ideen auf der Entwicklung von vor vielen Jahrzehnten konserviert wissen? Wohl kaum. Es ist immer wieder eine neue und spannende Herausforderung, wenn wir uns mit dynamischen Entwicklungen beschäftigen dürfen. Wir sollten lernen, das Lernen als Privileg anzusehen und nicht als leidiges Übel.

Meine ganz persönliche Motivation zur Weiterbildung ist sehr leicht zu erklären – ich bin für mein Leben gern einfach neugierig. Von Neugierde angetrieben, kann ich mir gar nicht vorstellen, stehen zu bleiben. Entdecken, tüfteln, herausfinden, klarsehen, begreifen, verstehen, wissen, kennen, erkennen, spüren, begreifen … die Liste der Begriffe rund um neues Wissen liest sich wie ein Abenteuerroman. Wissen Sie, was ein wirklich tolles Gefühl ist? Wenn Sie zusätzlich zu Ihrer eigenen Entdeckungslust die Neugierde anderer Menschen spüren. Die von kleinen Kindern begeistert uns immer. Warum ist der Drang nach Wissen im Erwachsenenalter dann so vielen eher suspekt?

 

Geistige Flexibilität bereichert unsere Gesellschaft.

Natürlich müssen wir etwas dafür tun, dass wir aktiv am Puls der Zeit bleiben. Aber wollen das alle? Manche sehen geistige Flexibilität als Pflicht, nicht aber als Qualität, die unsere Gesellschaft bereichert. Aber warum? Die Entdeckung neuer Themengebiete und Inhalte zählt für mich ganz eindeutig zu einem der Schlüsselfaktoren der Gesellschaft. Wir sind dafür verantwortlich, welche Fülle an täglichem Informationsfluss maßgeblich Platz in unserem Leben findet – ein Plus oder zu viel ist somit auch ein Spiegel dessen, wie wir neuen Themen begegnen. Natürlich können mehrere Hundert E-Mails an einem Tag auch einmal zu einer Belastung werden. Dennoch suchen wir uns die Fülle der Mails unbewusst aus. Hier ein unbrauchbarer Newsletter, da eine schnell angeklickte Information. Am Ende leidet der gesamte Informationssektor, da wir weder mit unserer Zeit noch mit unseren Ressourcen vernünftig kalkuliert umgehen. Wohl dosiert machen stetige Informationen riesigen Spaß. Leben wir mit sehr viel Leidenschaft und Begeisterung, überträgt sich das auf das Gelingen unserer Pläne. Haben wir Spaß am Entdecken, wird unser Gehirn immer nach Wissen streben. Entwickeln wir uns weiter, wird unser Verlangen nach Neuigkeiten nie zu Ende gehen. Somit geraten wir in einen sehr erfreulichen Kreislauf aus Wissen, Streben nach Wissen und Freude aufgrund von Wissen. Mehr Argumente für Fortschritt, geistige Fitness und Neugierde kann es wohl kaum geben.

 

Persönliches Wachstum und Lust auf neue Impulse.

Manch einer mag es nicht glauben, aber immer mehr Leute finden zum Lernen zurück. Sie entwickeln Spaß an dem, was sie zu Schulzeiten abgrundtief verurteilt haben und nach dem bestandenen Abschluss nie wieder in ihr Leben zurücklassen wollten. Der Flow der Zeit dreht sich um persönliches Wachstum und Lust darauf, neue Impulse kennenzulernen. Wer sich vom Druck und Ernst der Schulzeiten lösen kann, wird garantiert gar nicht mehr genug bekommen vom Lernen, Kennenlernen und Entdecken.

Daniela Hillers

Beitragsbild: Kolumne Lernen Sollte Spass Machen