… das schallt jetzt aus verschiedensten Mündern aus dem Fernseher. Ob Dance-Coach, Moderator, Gesundheits-Esoterik-Größe oder Bodybuilderin – es scheint jetzt in und vor allem ertragreich zu sein, sein eigenes acht Wochen andauerndes Fitnessprogramm auf den Markt zu werfen. Versprochen wird immer das Gleiche – nach acht Wochen, wenn man es durchhält, sind es die eigenen Bauch- und Beinmuskeln, die sich beim Training so schön abzeichnen. Man ist krass, sexy und ausgeglichen.

Der Grundgedanke ist gut. Kurze 20-minütige Work-outs, die sich leicht im Alltag unterbringen lassen, kombiniert mit Ernährungstipps und Motivationsvideos. Die Idee ist alt. Trainingsvideos gibt es schon seit den 80ern. Und ebenso wie bei der guten alten Videokassette beginnt das Training in der ersten Woche mit viel Motivation und guten Vorsätzen, um dann spätestens in der dritten Woche abzusacken.

Beim Thema Ernährung hat auch hier keiner das Rad neu erfunden. Low Carb, No Carb, Low Fat – alles schon da gewesen und es baut nun hauptsächlich auf einer größeren Rezeptdatenbank auf.

Was einem niemand sagt: Nach den acht Wochen ist es mitnichten vorbei. Für die Bikinifigur im Sommer muss man jetzt anfangen und bis Juni durcharbeiten. Es gibt Höhepunkte, es gibt aber auch Tiefschläge. Und gerade von Letzteren erholt man sich nicht so einfach durch Videos, Blogeinträge und Foren.

Wer noch nie außerhalb des Schulsports fordernd an seiner eigenen Fitness gearbeitet hat, hat zudem noch ein ganz anderes Problem. Das fehlende Bewusstsein für den eigenen Körper und die Unkenntnis über die Wirkung verschiedener Übungen auf die Muskelgruppen haben schon zu mehr als nur einer Sportverletzung während der ersten Session geführt. Unwissenheit kann bei der ersten (falschen) Liegestütze zu Zerrungen und starken Schmerzen führen. Vor dem ersten Heimtraining an Fernseher, Tablet oder PC sollte man deshalb immer einen ausgebildeten Fitnesstrainer konsultieren.

Beitragsbild: Das Streben in Form zu kommen und abzunehmen ist besonders im Frühling und um Weihnachten besonders hoch – Foto: pixabay.com