Die Römer brachten sie mit nach Europa, ihre ursprüngliche Heimat wird in Nordafrika vermutet. Sicher ist hingegen, dass die Verwandte von Zuckerrübe und Mangold schon früh nicht nur als Nahrungsmittel, sondern gleichermaßen als Heilpflanze geschätzt wurde. Denn die Knollen, die ihre heutige rote Farbe erst durch züchterische Veredelung im 19. und 20. Jahrhundert bekamen, enthalten viele lebenswichtige Mineralstoffe und Vitamine: Kalzium, Kalium, Magnesium, Mangan, Phosphor, Jod, Natrium sowie die Vitamine C, B und A machen die Rote Bete zu einer regelrechten „Gesundheits-Bombe“.

Diese Menge an gesunden Inhaltsstoffen und für das Wohlbefinden förderlichen Eigenschaften dürfte mit dazu beigetragen haben, dass die Rote Bete ein unverzichtbarer Bestandteil eines der traditionellsten Gerichte in der Seefahrt wurde: des Labskaus. Dieser inzwischen zu einer Spezialität aufgestiegene Eintopf hat seinen Ursprung in jenen Zeiten, als die Weltmeere noch mit Segelschiffen befahren wurden und die Seeleute lange Zeit keinen Hafen sahen. Unterwegs blieben Lebensmittel an Bord nicht lange frisch und so mussten die Schiffsköche ihre Gerichte aus länger haltbaren Zutaten zusammenstellen.

Und schon war das Labskaus geboren. Diese alte Seefahrerspeise ist in ihren Grundbestandteilen ein Eintopf aus gepökeltem Rindfleisch, eingelegter Roter Bete, Zwiebeln und Kartoffeln. Labskaus-Rezepte gibt es ungefähr so viele, wie Häfen existieren. Auch die Beilagen unterscheiden sich: mal kommen eingelegte Heringe, mal Spiegeleier und mal Gewürzgurken hinzu. Eine Zutat ist jedoch immer dabei – die Rote Bete. Sie dürfte mit ihren vielen wertvollen Inhaltsstoffen manchem Seemann über die vitaminarme Zeit auf hoher See hinweggeholfen haben.

Heutzutage erlebt die Rote Bete in der modernen Küche eine Renaissance – nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen, die der roten Rübe nachgewiesen wurden. So schützt der in der Roten Bete reichlich vorhandene Pflanzenwirkstoff Betain Leber und Galle, er unterstützt die Verdauung und hilft dem Körper, Giftstoffe auszuscheiden. Darüber hinaus beugt Rote Bete Erkrankungen von Herz und Blutgefäßen vor, konkret dem Herzinfarkt und dem Schlaganfall. Zudem wird dem Saft der Rübe eine blutdrucksenkende Wirkung zuerkannt.

Da diese Gesundheits-Rübe obendrein auch noch arm an Kalorien ist, eignet sie sich bestens als Bestandteil eines ausgewogenen Almased-Vitalkost-Ernährungsplans.

  • Zum Frühlingsanfang findet am 21./22. März 2016 die Bierakademie der „Spring-Summer School“ zu Craftbieren mit der Expertin Mareike Hasenbeck statt.
  • Am 24./25. Oktober 2016 werden im Rahmen der „Indian-Summer School“ Milchshakes verköstigt.
Beitragsbild: Rote Bete – die Gesundheits-Rübe – Foto: pixabay.com