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„Das hilft doch noch gar nicht!“ sagen viele. „Doch!“, sagt Dr. Nila Mazloumi, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in Ditzingen, und geht hier einen neuen Weg.

Neu? „Eigentlich nicht, in vielen Ländern, in denen nicht die Krankenkassen bestimmen, wie und wann behandelt wird, hat diese Methode bereits seit Jahren die Kieferorthopädie erfolgreicher und nachhaltiger gemacht“, argumentiert sie. Durch unser Gesundheitssystem wird vorgegeben, dass eine kieferorthopädische Behandlung nur dann von der gesetzlichen Kasse bezahlt wird, wenn die bleibenden Zähne da sind. Dabei hat eine erfolgreiche und nachhaltige Kieferregulierung nicht nur mit den Zähnen zu tun, sondern vor allem mit einer Veränderung des Kieferknochens.

„Die Form des Kiefers gibt vor, wo und wie die Zähne stehen“, erläutert Dr. Nila Mazloumi. „Wenn man also eine Zahnfehlstellung nachhaltig beheben möchte, ist meist eine Veränderung der Knochenform notwendig. Das ist am besten möglich, wenn der Knochen noch formbar ist, also wenn das Kind möglichst jung ist. Deshalb macht eine Kieferregulierung im Milchzahnalter Sinn. Mit zunehmendem Alter werden die Knochenstrukturen fester und die Veränderung läuft immer mehr über die Zähne ab – was die Gefahr von Komplikationen erhöht.“

Dabei kann man bereits vor der Einschulung mit einer losen Zahnspange den Kiefer regulieren. So früh angefangen, läuft die Behandlung ganzheitlicher und besser, spart Geld und die Eltern müssen dem Kind die Spange nicht hinterhertragen. „Ihr Kind trägt die Spange einfach gern“, sagt die Ärztin aus Erfahrung. Ist der Kiefer erfolgreich korrigiert, kommen die bleibenden Zähne besser durch. Muss später eine Zahnkorrektur durchgeführt werden, ist das Ausmaß geringer und damit auch die Gefahr, Zähne ziehen zu müssen.

Laut der Fachärztin übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der ersten Beratung in jedem Fall, auch wenn ihr Kind nur Milchzähne hat. Darüber hinaus trägt die gesetzliche Krankenkasse in Einzelfällen sogar die Behandlungskosten im Milchgebiss. Bei den privaten Krankenkassen kommt es auf den Versicherungstarif an. Eine Frühbehandlung bezahlt zu bekommen, ist jedoch oft kein Problem.

Empfehlenswert für Eltern ist es, sich einen Kieferorthopäden zu suchen, der sich auf die Behandlung von sehr jungen Patienten spezialisiert hat.

Info-Tipp

Weitere Infos und Beratung erhalten Sie bei Dr. med. dent. Nila Mazloumi,
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie,
Marktstr. 6/1, 71254 Ditzingen
Tel. (0 71 56) 1 79 99 09, www.kieferorthopaedie-ditzingen.de

 

Beitragsbild: Kiefer Panorama4 Kl