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Wie sich der klassische Filterkaffee und seine feinen Aromen zwischen modernen Pads und Kapseln wieder durchsetzen.

Ein neuer Trend kommt auf, den die meisten von der sonntäglichen Kaffeetafel bei ihrer Oma kennen: Der Filterkaffee ist wieder da. Auf der Suche nach dem unverfälschten Kaffeegenuss – ohne Sojamilch, Sirup und Schlagsahne – haben Baristas und Kaffeeliebhaber diese ursprüngliche Zubereitung des Kaffees für sich wiederentdeckt.

Im Gegensatz zur Herstellung mit der Kaffeemaschine hat man beim Filteraufguss einen großen Einfluss darauf, wie die Aromen und Geschmacksträger aus der Bohne herausgelöst werden. Temperatur, Mahlgrad und Brühzeit lassen sich variieren für eine perfekte Tasse Morgenkaffee.

Alles, was man dazu braucht, ist ein Filteraufsatz (möglichst einen aus Porzellan), eine gute Filtertüte, einen Wasserkocher und – ganz wichtig – frische Kaffeebohnen.

1. Kaffee mahlen und Wasser kochen
Der erste Schritt ist, die frischen Kaffeebohnen mittelfein zu mahlen. Mit dieser Körnigkeit läuft das Wasser gleichmäßig durch den Filter und erhält so die nötige Zeit, die Geschmacksstoffe aus dem Kaffeemehl zu lösen.

2. Kaffeefilter einsetzen und anfeuchten
Bei der Filtertüte wird zunächst die untere Kante umgeknickt und dann die Tüte mit etwas heißem Wasser ausgespült. Dies sorgt für eine bessere Durchlässigkeit des Papiers und der Papiergeschmack des Filters geht verloren.Anschließend den Filter in den Filteraufsatz stecken.

3. Kaffeepulver einfüllen
Pro 125-ml-Tasse etwa 7–8 Gramm, pro 250-ml-Kaffeebecher ca. 10–12 Gramm Kaffeemehl gleichmäßig und locker in den Filter geben, sodass sich eine ebene Oberfläche bildet. Die Pulvermenge sollte möglichst genau abgemessen werden.

4. Kaffeepulver quellen lassen
Das Wasser sollte jetzt schon eine kleine Weile stehen und zwischen 92 °C und 96 °C heiß sein. Kochendes Wasser ist absolut tabu, da es unter anderem die ungeliebten Bitterstoffe aus der Bohne herauslöst. Gießen Sie jetzt langsam kreisförmig von innen nach außen das heiße Wasser auf den Kaffee, bis das Ganze leicht suppig wird. Je frischer der Kaffee ist, desto mehr wird sich die Oberfläche wölben, dies liegt am freigesetzten CO.

5. Das Aufgießen
Gießen Sie wieder von innen nach außen kreisförmig das restliche Wasser auf, bis es ca. 1 cm über dem Kaffeepulver steht. Nun vorsichtig mit einem Löffel das Pulver umrühren, ohne den Filter zu berühren. Das bewirkt ein gleichmäßigeres Durchsetzen des Kaffeemehls. Anschließend das restliche Wasser in kreisförmigen Bewegungen langsam aufgießen, aber nie mehr als bis zu 1 cm über dem Kaffeerand. Wenn das gesamte Wasser durchgelaufen ist, nehmen Sie den Filteraufsatz ab und genießen Sie.

Beitragsbild: Oma Knows Best Filterkaffee