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Der Duft eines frischen, knusprigen Flammkuchens ist etwas, was die meisten inzwischen mit dem Herbst in Verbindung bringen. Dabei ist der Ursprung des Flammkuchens eher saisonunabhängig. Seinen Namen verdankt er seiner Aufgabe in den Holzkohleöfen, in denen früher das Brot gebacken wurde. Während die Kohle noch Flammen schlug, wurde ein Flammkuchen in den Ofen geschoben. Wurde er zu schnell fertig, war der Ofen zu heiß. Brauchte er zu lange, musste Holz nachgelegt werden. Eine durchaus leckere Art der Temperaturmessung.

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© Foto: Juttazeisset – Pixabay.com

Für den originalen knusprigen Flammkuchenboden nehme man für den Teig 300 g Mehl (kein Vollkorn), 125 ml Mineralwasser (macht den Teig schön luftig), 4 EL geschmacksneutrales Öl (wie z. B. Sonnenblumenöl) und eine Prise Salz. Die Zutaten verknetet man zu einem geschmeidigen Teig. Sollte der Teig zu bröselig werden, kleine Mengen Öl und Wasser hinzufügen; wird er zu klebrig, mit etwas Mehl nachhelfen. Für den Belag, egal ob deftig oder süß, einen Becher Crème fraîche oder Schmand mit 3–4 EL Sahne verrühren und kalt stellen. Den Teig auf die Größe des Backbleches gleichmäßig ausrollen, er sollte dabei nicht mehr als 3–5 mm dick sein. Anschließend die vorbereitete Creme darauf verteilen.

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© Foto: Antranias – Pixabay.com

Nun geht es an den Belag. Wie bei seinem Verwandten, der Pizza, sind der Fantasie und dem persönlichen Geschmack keine Grenzen gesetzt. Für den bekanntesten Flammkuchen, den Elsässer, schneidet man eine große Zwiebel in Halbringe und streut diese mit 150 g gewürfeltem Katenschinken auf den Flammkuchen. Für eine süße Variante schneidet man zwei Äpfel oder Birnen in dünne Scheiben, beträufelt sie mit etwas Zitronensaft und belegt damit dann den Flammkuchen. Mit einer Handvoll Mandel-blättchen bestreuen und anschließend mit etwas Zucker und Zimt süßen. Auch süß-deftig kombiniert schmeckt lecker, z. B. mit zwei in dünne Scheiben geschnittenen Feigen, Schnittlauch und leicht gerupften Speckscheiben.

Ist der Flammkuchen belegt, kommt er bei 200 °C Ober- und Unterhitze für 10–15 Minuten oder bis der Rand schön braun ist, in den Backofen. Wir empfehlen dazu einen Federweißen oder Weißwein.

Beitragsbild: Flammkuchen Tarte