Aschenputtel ist mit ihm zum Ball gefahren, an Halloween lächelt er uns vor Haustüren oder in Geschäften an und den Garten hat er mit seinen langen Ranken schon lange in Beschlag genommen. Die Rede ist natürlich von unserem orangen (oder grünen, gelben, weißen, bunten) Freund, dem Kürbis.

Die großen, dicken Kugeln können nicht nur zu leckeren Gerichten verarbeitet werden, sondern sind zudem sehr gesund und vielseitig. Sie haben gerade mal 250 Kalorien pro Kilo und dazu eine ausgewogene Menge an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien und antioxidativen Inhaltsstoffen. Ursprünglich kommt das beliebte einjährige Gemüse von der anderen Seite des Atlantiks, es wächst aber auch in unseren Gefilden sehr gut. Schließlich kam 2007 der größte Kürbis Europas mit 583 kg aus Ludwigsburg.

Die bei uns in Deutschland wohl bekanntesten essbaren Sorten sind der Flaschenkürbis, der Hokkaido und der gelbe Riese. Hier hört die Welt des Kürbisses aber noch lange nicht auf, es gibt inzwischen bei den Obst- und Gemüsehändlern jeden Herbst eine große Auswahl und jede Sorte überrascht mit ihrem eigenen Geschmack. Generell gilt: ein reifer Kürbis klingt hohl, wenn man darauf klopft und der Stiel ist verholzt. Es lohnt sich immer, zwei Kürbisse zu kaufen: Wenn die Kinder nebenbei einen Kürbis für Halloween schnitzen, schmeckt das Abendessen nachher noch besser. Und so kann man gleich mehrere Rezepte auf einmal ausprobieren.

Aus dem Fruchtfleisch lassen sich leckere Suppen, Chutneys und Brote machen. Die Kürbiskerne, bekannt für ihre gute Auswirkung auf Blase und Prostata, sind der ideale Snack für zwischendurch. Sie sind ganz einfach im Ofen zu rösten.

Wir haben ein leckeres Kürbis-Rezept für Sie gefunden, probieren Sie es doch gleich mal aus:

Kürbis vor dem Aushöhlen - © Meinhard Siegmundt/Pixelio

Kürbis vor dem Aushöhlen – © Meinhard Siegmundt/Pixelio

Kürbis-Dattel-Chutney

Einen Butternut-Kürbis schälen und zusammen mit 200 g entsteinten Datteln in kleine Würfel schneiden. Beides anschließend zusammen in 200 ml Rotwein und 150 ml Balsamico weich kochen. Mit etwas Ingwer, Zimt, Salz und Zucker abschmecken. Wenn das Chutney die gewünschte Konsistenz hat, den Topf vom Herd nehmen und 6 Stück Zartbitterschokolade darin auflösen. Das Chutney noch warm in Gläser füllen. Einen guten Appetit!

Ein Artikel von Franziska Herget

Beitragsbild: Kürbisse im Feld - © Rainer Sturm/Pixelio