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Keine andere Therapie wird so sehr mit Esoterik verbunden wie die Aromatherapie.

Seit dem Beginn der modernen Pharmazie werden ätherischen Ölen, Presssäften und Co. allerhöchstens leicht positive medizinische Effekte eingeräumt, immer mit der Jokerkarte des Placeboeffekts in der Hinterhand.

Inzwischen ist die Forschung so weit, sich endlich klinischer Studien im Feld der Aromatherapie zu widmen – mit verblüffenden Ergebnissen. In den Laboren der Fakultät für Biologie und Biotechnologie der Ruhr-Universität Bochum werden derzeit die Auswirkungen von Düften auf Krebszellen untersucht. Dort sieht man in der Forschung der Duftstoffe ein „hohes Zukunftspotenzial“. Immer mehr Kliniken setzen auf Therapien mit Aromen als ergänzende Heilverfahren, da erstaunliche Ergebnisse erzielt werden bei antibiotikaresistenten Keimen oder schlechter Wundheilung.

 

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© Foto: birgitta hohenester (607687) – pixelio.de

Ätherische und pflanzliche Öle.

Im Wellness- und Beautysektor ist man da bereits ein gutes Stück weiter. Hier wurden schon sehr früh die Effekte von ätherischen und anderen pflanzlichen Ölen erkannt und für kosmetische Produkte und Anwendungen genutzt. Einer der bekanntesten Vertreter ist das Teebaumöl, von ihm ist lange bekannt, dass es eine reinigende und zugleich pflegende Wirkung hat. Es wird dementsprechend oft bei Akne und starken Hautunreinheiten eingesetzt.

 

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©Foto: Mildred Klaus (498961) – pixelio.de

Gesundheitsförderne Aromatherpie.

Ähnliche Wirkungsweisen werden weiteren ätherischen Ölen zugesprochen, auf denen dann die Aromatherapie basiert. Viele ätherische Öle oder deren Kombinationen wirken stark auf Bakterien, Pilze oder Viren. Dann gibt es noch andere erstaunliche Effekte – so wurde belegt, dass ein bestimmter Maiglöckchenextrakt die Geschwindigkeit und die Schwimmrichtung von Spermien beeinflusst. Nicht nur die Schleimhäute an Mund und Nase können die Düfte aufnehmen. Beispielsweise zeigt mit Sandalore-Duft (synthetischem Sandelholzaroma) behandelte Haut eine erhöhte Teilungsrate – das Resultat sind ein schnellerer Hautaufbau und eine schnellere Wundheilung.

Es scheint, als käme die moderne Heilkunst zu ihren Wurzeln zurück, nachdem diese jahrzehntelang in der Schulmedizin belächelt und abgetan wurde. Noch immer gibt es jedoch zu wenige beweiskräftige klinische Studien, als dass Aromen für mehr als ergänzende Heilverfahren genutzt werden.

Beitragsbild: Reformhaus Apotheke 01