Sauna, Schwitzstube, finnisches Bad – es gibt viele Namen und Arten vom bekannten Schwitzbad, aber alle haben das gleiche Prinzip.

Der Körper wird bis auf eine Temperatur von 39 °C erhöht. Dies hat denselben Effekt auf das Immunsystem wie Fieber und fördert eine erhöhte Abwehr der Immunzellen. Die anschließende Abkühlphase stärkt die Gefäße und das Herz-Kreislauf-System. Das Saunieren ist keine schnelle Angelegenheit, es benötigt Zeit. Eine richtige Schwitzkur geht circa zwei Stunden und umfasst drei Saunagänge samt den dazwischenliegenden Abkühlphasen und gegebenenfalls Ruhephasen.

Vorbereitung
Wie beim Schwimmen sollte man weder mit leerem noch mit ganz vollem Magen in die Sauna gehen. Duschen vor der Sauna ist ein Muss, nicht nur aus hygienischen Gründen. Die gesäuberte und anschließend gut abgetrocknete Haut schwitzt deutlich besser.

Der Saunagang
Auch beim Saunieren muss man sich hocharbeiten. Saunaanfänger sollten zunächst auf den unteren bis mittleren Bänken bleiben, da Wärme nach oben steigt und somit die oberen Reihen signifikant heißer sind als die unteren. Die wichtigste Regel lautet: Sollte ein Unwohlsein oder Schwindel auftauchen, sofort die Sauna verlassen. Sauniert wird im Liegen oder Sitzen. Ersteres hat den Vorteil, dass der gesamte Körper im gleichen Temperaturbereich liegt. Ein Saunabad sollte zwischen 8 und 12 Minuten lang dauern. Wenn es einen Aufguss gibt, sollte dieser im mittleren Drittel der Saunierzeit erfolgen, damit der Körper vor- und nachschwitzen kann.

richtig-saunieren_02

© Foto: roesli48 (633850) pixelio.de

Die Abkühlung
Die positive Auswirkung auf die Gesundheit kommt beim Saunieren erst durch das richtige Abkühlen zustande. Wer hier kneift, bringt sich um den entspannenden und gesundheitsfördernden Effekt der Sauna. Das Abkühlen geht entweder über eine kalte Dusche, für Geübte mit einem Abstieg ins Tauchbecken oder auch mit dem Kaltwasserschlauch. Bei Letzterem ist es wichtig, den kalten Wasserstrahl immer zum Herzen hin zu führen. Also bei den Füßen beginnen, bis zu den Leisten hoch abbrausen. Danach jeweils die Arme bis zur Schulter abkühlen und dann erst den Rumpf. Viele empfehlen außerdem eine kurze Frischluftpause von zwei Minuten. Vollständig wird die Abkühlphase durch ein warmes Fußbad. Das Bad entspannt die Blutgefäße und reduziert das Nachschwitzen während der restliche Körper weiter abkühlen kann.

Beitragsbild: © Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt (644188) pixelio.de