Sobald das erste Mal die Stützräder ab sind, wird das Fahrrad für jeden zum Sinnbild von Freiheit und Mobilität. Man kann schneller und einfacher von Ort zu Ort als je zuvor und ist nicht abhängig von Eltern oder Bus und Bahn. Spätestens nach dem Führerschein verschwindet der Drahtesel allerdings oft für eine Weile im Keller, bis man sich nach ein paar Jahren wieder auf seine guten Eigenschaften besinnt.

Die meisten nutzen ihr Fahrrad zunächst nur für Kurzstrecken, dabei kann es auch ein verlässliches Sportgerät sein. Grundsätzlich gilt: Wer regelmäßig in die Pedale tritt, und seien die Strecken noch so kurz, stärkt sein Herz-Kreislauf-System, kräftigt Lunge und Muskeln und baut auch das eine oder andere Fettpölsterchen ab. Jede Pedalumdrehung schult natürlich das Körpergefühl und erhöht die Ausdauer, besonders Oberschenkel-, Waden- und Gesäßmuskulatur werden gefordert.

Ein Pluspunkt fürs Fahrradfahren gegenüber anderen Ausdauersportarten: Es schont mit der richtigen Technik die Gelenke, da das Körpergewicht an sich nicht von den Beinen getragen wird. Außerdem sorgt der kreisende Bewegungsablauf der Beine dafür, dass die Knie- und Hüftgelenke „geschmiert“ werden. Die gleichmäßige Bewegung ist außerdem schonender für die Muskeln als zum Beispiel beim Joggen.

Wer längere Strecken fährt, sollte noch mehr darauf achten, wie er radelt. Hier gilt der „runde Tritt“ als Ziel der optimierten Technik. Der Grundgedanke ist, dass man nicht nur bei der Abwärtsbewegung der Pedale Kraft aufbringt und somit Bewegung erzeugt, sondern auch bei der Aufwärtsbewegung. So richtig umsetzbar ist das natürlich nur mit einer festen Verbindung von Schuh und Pedal.

Grundlegend sollte man darauf achten, dass sich die Beine und Knie parallel zum Rad bewegen und nicht nach außen. Des Weiteren sind die oft gesehenen Gewichtsverlagerungen auf die Beine oder ein sich bewegender Oberkörper ein Anzeichen für eine unvollkommene Technik. Hier finden Belastungen für Rücken und Becken statt, die gut vermieden werden können.

Stellen sich während des Fahrens Genickschmerzen oder Taubheitsgefühle in Gesäß oder Händen ein, sollte man sein Fahrrad von einem Fachhändler neu einstellen lassen.
Wer sich eingehender für das Radfahren als Leistungssport interessiert: Ein Radtreff und dazu passende Events ermöglichen einen angenehmen Einstieg unter Gleichgesinnten, hier kann man auch gleich die Erfahrung der Teilnehmer nutzen und weitere Kontakte zur Szene knüpfen.

Franziska Herget

Beitragsbild: Mountainbiker– Foto & copy; Thommy Weiss / pixelio.de