Ab dem dreißigsten Lebensjahr baut der Körper langsam ab, allem voran die Muskelmasse. Laut Studien verschwinden pro Jahr 300 Gramm von unseren Knochen, wenn man nicht rechtzeitig gegensteuert. Eine Möglichkeit: Krafttraining. Ob zu Hause mit Eigengewicht und Kurzhanteln oder im Geräteraum des Fitnessstudios – Krafttraining kurbelt die Fettverbrennung an, stärkt vor allem die Muskulatur an Rumpf und Extremitäten und strafft das Bindegewebe. Einsteigen kann man in jedem Alter. Besonders für Senioren ist das Trainieren an Geräten ungewohnt, zeigt aber schnelle Erfolge.

Für Einsteiger ist es empfehlenswert, sich das Krafttraining in einem Fitnessstudio von einem ausgebildeten Trainer beibringen zu lassen. Das gilt auch für vermeintlich einfache Übungen wie Bankdrücken oder Liegestütz. Der Fitnesstrainer erarbeitet auf Basis der persönlichen Statur, der Fitness und des Trainingsziels die optimalen Übungen und Techniken und trainiert diese später mit dem Sportler korrekt ein.

Für den ersten Muskelaufbau ist für Einsteiger immer der Geräteraum zu empfehlen. Moderne Trainingsgeräte sind für die Be- und Entlastung spezieller Muskelgruppen konzipiert. Durch die geführten Übungseinheiten werden Ausweichbewegungen und Fehlbelastungen verhindert. Sind die Maschinen erst mal auf Körpergröße und Gewicht angepasst, bieten sie ein gelenkschonendes und effektives Training.

Freie Geräte wie Langhantel und Co. erlauben ein krafttechnisch effizienteres Training. Hier werden mehrere Muskelgruppen auf einmal beansprucht und so die intramuskuläre Koordination intensiviert. Gerade dabei ist die Kontrolle durch einen Experten wichtig, da sich gerne kleine wie große Fehler einschleichen. Entlastungsbewegungen, Asymmetrie in der Bewegung durch das Kräfteungleichgewicht zwischen linker und rechter Hand oder auch eine falsche Kopfhaltung können schnell zu Überbelastung oder Schmerzen führen. Der Spiegel im Fitnessstudio dient nicht dem eigenen Ego, sondern der Selbstkontrolle. Gerade bei freiem Krafttraining an Kurzhantel und Seilzügen schleichen sich mit den Wiederholungen die eben genannten Fehler ein. Eigengewichttraining ist da nicht ausgenommen. Typische Beispiele hierfür sind Liegestütz in Pyramidenform, Sit-ups mit Schwungholen oder Kniebeugen mit Absacken auf die Fersen.

Wer also in den Wintermonaten schon auf die Bikini-/Badehosenfigur hintrainieren möchte, der sollte eine Einstiegs- oder Wiederauffrischungseinheit im Fitnessstudio seines Vertrauens in Betracht ziehen.

Beitragsbild: Krafttraining stärkt die Muskulatur und hilft Überbelastungen vorzubeugen und so Rückenschmerzen zu verhindern – Foto: Kzenon / thinkstock.com