Tanzen – so die Definition – sind in der Regel alle auf Musik ausgeführten Körperbewegungen. Man beschreibt es als Kunst, Tradition, Beruf, Therapie und Gefühlsausdruck in einem. Vielleicht ist diese so weitgreifende Definition einer der Gründe dafür, weshalb viele sich mit dem Thema Tanzen etwas schwer tun. Dabei gibt es in der Welt des Tanzsports ein durchaus abwechslungsreiches Programm. Dies reicht von Einzeltanz, wie Ballett oder Breakdance, bis Standard- oder Lateintanz als Paar- oder Gruppentanz. Für Rock‘n‘Roll und Hip-Hop finden sich ebenso Liebhaber wie für Tango, Walzer oder Jazz. Alleine die aus Amerika importierten Tanzshows stellen ganze Paletten neuer Tanzrichtungen vor.

Das Tanzen erfreute sich in jedem Zeitalter stetiger Beliebtheit – in den letzten Jahren ist auch das Verhältnis Damen zu Herren erfreulicherweise wieder angestiegen. In Deutschland gibt es seit etwas über 100 Jahren mit dem Deutschen Tanzsportverband eine
offizielle Anlaufstelle.

Tanzen als Sport hat viele positive Eigenschaften. Bei regelmäßigem Training werden Kondition, Körperbeherrschung und Koordination gefördert. Durch den starken Fokus auf Körperhaltung und -bewegung wird zudem der Haltungsapparat bewusst trainiert, die Beweglichkeit der Wirbelsäule wird stetig verbessert. Gerade der Standardtanz und der lateinamerikanische Tanz belasten zudem kaum die Gelenke. Daher ist Tanzen als Sportart für alle Altersgruppen zu empfehlen.

Experten und Tanzende sind ebenso der Meinung, dass Tanzen seelisch und geistig fit hält. Wenn man sich komplett auf die Choreografie des Tanzes konzentriert, fallen die Sorgen des Alltags einfach ab – bereits nach ein paar Schritten ist man merklich entspannter. Darüber hinaus fördern das Erlernen, Planen und Umsetzen der stetig komplexer werdenden Bewegungsabläufe die Konzentration und heben zusätzlich das Selbstvertrauen.

Und nicht zuletzt gibt es da noch den sozialen Aspekt. Man begegnet immer wieder neuen, interessierten Menschen, entweder in der Gruppe oder gleich als Tanzpartner. Ein weiterer Vorteil ist, dass man keine besondere Ausrüstung benötigt außer einem Paar passender Schuhe.
Der Versuch, Tanzen als olympische Disziplin einzuführen, scheitert lediglich daran, dass die Sommerspiele bereits ohne Tanzen an ihren Kapazitätsgrenzen stehen und man ohne Eis oder Schnee nun mal nicht an den Winterspielen teilnehmen darf.

Ein Artikel von Franziska Herget

Beitragsbild: Foto © Harry Hautumm / pixelio.de