Mit Bokwa ist ein neues Tanz- und Fitness-programm in die Sportstudios eingezogen. Überraschend kurz ist die Einleitung, die dem Interessierten dazu gereicht wird: Bokwa sei für alle geeignet, die sich bewegen und buchstabieren können.

Nun verspricht Buchstabentanzen nicht sonderlich spannend zu sein, aber damit hat das Kult-Work-out zum Glück herzlich wenig zu tun. Der Name Bokwa ist eine Kombination aus den Wörtern Boxen (bo) und der südafrikanischen Musikrichtung Kwaito (kwa). Genau so setzt sich auch das Tanz-Work-out zusammen, es enthält verschiedene Bewegungsformen aus dem Boxen und vereinfachte Tanzelemente traditioneller südafrikanischer Stammestänze. Die Grundidee des Bokwa ist es, einfache beherrschbare Tanzfolgen und Schrittkombinationen zu entwickeln, die jeder Mensch mittanzen kann. Jede Tanzfigur entspricht einem Buchstaben oder einer Zahl, die der Tanzende mit seinen Füßen auf dem Boden nachzeichnet. Klingt kompliziert, ist aber in Wirklichkeit fix erlernbar und so ist man schnell in der Lage, auch mit einer fortgeschrittenen Gruppe mitzuhalten.

Im Gegensatz zu den meisten anderen tanzbasierten Fitnessangeboten wird beim Bokwa auf komplexe Choreografien verzichtet. Stattdessen zeigt der Trainer einfach per Handzeichen den nächsten „Move“ an. Das Ganze wird begleitet von schneller Chart-, House- oder afrikanischer Musik mit einem antreibenden schnellen Rhythmus von 140 Beats pro Minute.

In der Gruppe gibt es keinen einheitlichen Intensitätslevel; jeder Tänzer kann und soll seinen Trainingseinsatz und auch die Ausführungsform der Tanzschritte selbst bestimmen. Die Möglichkeit, in seinem eigenen Tempo zu trainieren, macht Bokwa gerade für Einsteiger sehr attraktiv und ermuntert, auch bei einem schlechten Tag am Ball zu bleiben. Abhängig davon, mit welcher Intensität man sich engagiert, kann man beim Bokwa bis zu 600 Kalorien pro Stunde verbrennen. Es trainiert insbesondere die großen Muskelgruppen wie Bauch, Beine und Po, außerdem steigert das Work-out sowohl die Kondition als auch die Koordination. Und natürlich macht das Tanzen zu heißen Rhythmen in der Gruppe viel, viel Spaß.

Beitragsbild: Bokwa-Masterclass mit Erfinder Paul Mavi aus Los Angeles (links). © Foto: BOKWA/FIBO