Sobald das erste Mal die Stützräder ab sind, wird das Fahrrad für jeden zum Sinnbild von Freiheit und Mobilität. Man kann schneller und einfacher von Ort zu Ort als je zuvor und ist nicht abhängig von Eltern oder Bus und Bahn. Spätestens nach dem Führerschein verschwindet der Drahtesel allerdings oft für eine Weile im Keller, bis man sich nach ein paar Jahren wieder auf seine guten Eigenschaften besinnt. Weiterlesen
Archiv: Fitness
Training in optimaler Frequenz
In Fitnessstudios und Trainingsgruppen, aber auch bei Physiotherapien und in Wellnessbereichen verbreitet sich eine neue Trainingsmethode: das sogenannte Vibrationstraining, auch Whole Body Vibration (WBV) oder Beschleunigungstraining genannt.
Dabei handelt es sich um eine ursprünglich für Leistungssportler und Astronauten entwickelte Trainingsform, bei der einfache muskelstärkende Weiterlesen
Die Kunst des Laufens
Der Mensch ist von Natur aus ein Läufer – aber beileibe kein Dauerläufer. Joggen ist in und Joggen ist gesund für das Herz-Kreislauf-System, kann aber Probleme bei Gelenken, Knochen und Knorpeln auslösen.
Der Hintergrund liegt in der Geschichte des Menschen. Ewige Generationen lang ist er als Nomade in normalem Gang umhergezogen und musste nur kurze Strecken schnell zurücklegen, so z. B. auf der Jagd. In der Neuzeit hat sich der Lebensstil signifikant gewandelt. Viele Menschen verbringen die meiste Zeit nun sitzend im Büro. Bewegung wird heute als aktiver Ausgleich angesehen und dann auch schon teils schädlich exzessiv ausgelebt.
Der Lauf-Boom wird nicht zuletzt durch das eherne Ziel des Marathons stetig weiter gepusht. Stephen Kiprotich lief zuletzt in London am Buckingham Palace nach 2:08:01 Stunden ins Ziel und gewann damit Gold. Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen 1896 gereichten 2:58:50 Stunden für Spyridon Louis zur Goldmedaille. Viele wollen die Strecke einfach selbst einmal schaffen.
Doch wie bei allen anderen Sportarten gibt es bestimmte Dinge, die man beachten sollte. Das fängt schon bei der eigentlichen Laufbewegung und -haltung an. Ziel ist es immer, sich so ökonomisch und körperschonend wie möglich fortzubewegen. Ein zu kleiner Laufschritt bremst die Bewegung aus und belastet dabei die Gelenke, ein zu großer Laufschritt hingegen verschwendet zu viel wertvolle Energie. Die persönliche Schrittlänge findet man am ehesten heraus, indem man sich angewöhnt, das Bein bei jedem Schritt komplett zu strecken, dabei aber trotzdem eine flüssige Bewegung beizubehalten. Der Rücken darf sich beim Laufen etwas entspannen, eine aufrechte Haltung oder gar ein Hohlkreuz sollte man gegen eine leicht gebeugte Haltung austauschen. Oft unterschätzt und deswegen oft falsch sind die Armbewegungen. Die meisten Jogger verkrampfen ihre Arme und Hände und pressen sie dabei an den Körper. Statt, wie es die Natur vorgesehen hat, die Pendelbewegung der Arme als Ausgleich der Laufbewegung zu benutzen, wird mit Hüfte oder Schultern ausgeglichen. Das Ergebnis sind oft Nacken- und Rückenverspannungen.
Ebenso wichtig ist es, das eigene Tempo zu finden und auch zu halten. Man sollte immer nur so schnell laufen, dass man sich dabei locker unterhalten kann. Ein Laufpartner ist daher nicht nur motivierend, sondern er hilft auch bei der eigenen Lauftechnik. Fällt einem das Reden zunehmend schwerer, ist es Zeit, das Tempo zu drosseln.
Zum Laufen gehören auch das richtige Equipment und die passende Vorbereitung. So ist
z. B. ein Laufschuh mit dämpfenden Eigenschaften heute praktisch Pflicht. Darüber
hinaus sollte man eine gute körperliche Fitness in den belasteten Bereichen vorweisen: Waden und Schienbeinmuskulatur, Beinbeuger und Beinstrecker sowie Gesäßmuskulatur, Rückenstrecker und Bauchmuskeln sollten gut trainiert sein. Übungen mit einem Bein auf dem Wackelbrett stehend, stabilisieren die Gelenke ungemein.
Der letzte Tipp: Rechtzeitig aufhören! Sport soll auspowern, aber sobald Schmerzen auftreten, ist dies das eindeutige Signal des Körpers, dass es für heute genug ist.
Philippinischer Stockkampf als Körper- und Gehirntraining
Die philippinischen Kampfkünste werden nach den drei großen geografischen Gebieten der Region eingeteilt, dem südlichen Kali, dem zentralen Eskrima und dem nördlicheren Arnis. Aus Kali stammen die ursprünglichen Techniken des philippinischen Stockkampfs, dessen Wurzeln im indischen Raum zu finden sind. Diese Kampftechniken basieren auf Lehren, die über 1 000 Jahre alt sind.
Die Techniken des Eskrima und des Arnis sind teilweise von den Eroberungsfeldzügen der Spanier beeinflusst. Das Wort Arnis bedeutet auf Deutsch etwa Harnisch und bezieht sich auf die schwerfälligen Rüstungen der Spanier, die einen eindeutigen Nachteil gegenüber der schnellen und effektiven Kampfkunst der Ureinwohner bildeten. Eskrima hingegen bedeutet Fechten und tatsächlich wurden in dieser Schule viele Techniken der spanischen Fechter übernommen.
Was sich vielleicht etwas rabiat anhört, ist in Wirklichkeit ein Sport, der viel Konzentration und Körperkontrolle erfordert. Ziel ist es, seinen Gegner schnell, aber auch korrekt zu überwältigen und zu entwaffnen, während man selbst möglichst unversehrt bleibt. Während einer einzelnen Trainingsstunde werden daher festgelegte Bewegungsabläufe eingeübt, sogenannte Drills. Bei jedem Drill gilt es, die exakte Ausführung der Schläge und Konter, Blöcke und Entwaffnungen einzustudieren, zu wiederholen und sich einzuprägen. Dabei wird mit Doppel- und Einzelstock oder auch unbewaffnet trainiert. Durch die ständige Wiederholung werden die Bewegungsabläufe flüssiger und können später schon fast reflexartig ausgeführt werden. Zum Training gehört außerdem das regelmäßige Üben von artistischen Einlagen. Mit den wirbelnden Bewegungen werden sowohl der Gleichgewichts- als auch der Orientierungssinn des Kämpfers gefördert. Und natürlich macht das Ganze sehr viel Spaß. Um die rhythmischen und koordinativen Fähigkeiten zu schulen, wird auch Tanz gelehrt. Ziel dabei ist es, bewusst Bewegungen durchzuführen und auch die Bewegungen der Partner zu beobachten.
Wer eine Trainingsstunde mitmacht, merkt schnell, dass er nicht nur physisch gefordert wird. Besonders das Lernen und Durchführen der Bewegungsabläufe beansprucht beide Gehirnhälften. Bei Erwachsenen ist eine Verbesserung des Kurzzeitgedächtnisses festzustellen, so dass sich die alltäglichen Abläufe besser merken lassen. Bei jüngeren Menschen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, ist auch eine Steigerung der Lernkapazität zu beobachten. Die Kombination aus Auslastung und Konzentration stärkt sowohl den Körper als auch den Charakter.
Franziska Herget
Info-Tipp
Weitere Infos erhalten Sie z. B. bei:
Lebensfreude gemeinnütziger e.V.
Liststraße 1/ 2, 71229 Leonberg
www.lebensfreude-verein.de
Organisation und Anmeldung:
Gabriele Gangananda Kopp
Tel. 07152-73472, info@gabrielekopp.de
Wer kann helfen? Der Verein sucht in den Abendstunden einen großen, günstigen Raum
in Leonberg. Für Tipps und Angebote ist man sehr dankbar.
Infos bitte an info@gabrielekopp.de
Fitness im Blauen
Aquafitness, d. h. Wassergymnastik, gehört zu den sanftesten, aber auch effektivsten Sportarten, wird aber oft gnadenlos unterschätzt. Weiterlesen
Wenn die Chefs das Fitness Studio zahlen
Für die meisten deutschen Arbeitnehmer sind Rückenschmerzen immer noch die Berufskrankheit Nummer eins. Die Ursachen für Rückenprobleme liegen dabei meistens in fehlender Bewegung und Haltungsfehlern am Arbeitsplatz oder falsch eingerichteten Arbeitsplätzen. Deswegen bietet man im Fitness Forum den präventiven Schritt nach vorn an, ran an die Wurzel des (Rücken-)Problems. Weiterlesen
Yoga – Einklang von Körper und Seele
Viele verstehen unter Yoga eine asiatisch geprägte Sportart, bei der Fitness, Gleichgewicht, Entspannung und Dehnungsübungen im Vordergrund stehen. Dabei ist die aus dem alten Indien stammende Lehre viel mehr als das. Weiterlesen
Kraftsport in der Gruppe
Die moderne Alternative zu Step-Aerobic, Gymnastik und Co.
Auf den ersten Blick sieht es eher nach einem Kurs für angehende Bodybuilder aus als nach einem beliebten Fitnessprogramm. Weiterlesen
Kampfkunst – ein Weg zu körperlicher Gesundheit, geistiger Ausgeglichenheit und neuer Lebensenergie
Immer gegen Ohren, Augen, Schienbein – die meisten von uns kennen nur diese Aspekte der Selbstverteidigung. Dabei kann Selbstverteidigung (SV) viel mehr sein als eine Ansammlung von Tritten und Schlägen, mit denen man Angreifer in die Knie zwingt.
Weiterlesen



