Weihnachten – zur schönsten Zeit des Jahres kommen Freunde und Familie zusammen, um gemeinsam zu feiern. Da darf eine festlich gedeckte Tafel natürlich nicht fehlen. Dieses Jahr stellen wir Ihnen unser persönliches Familienessen vor: gebratene Festtagsgans mit Serviettenknödeln, dazu reichen Sie saftiges Rotkraut.

Gebratene Festtagsgans

Eine vier bis fünf Kilo schwere Gans zunächst unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen und anschließend trocken tupfen. Danach innen und außen gut mit Salz und Pfeffer einreiben. Für die Füllung zunächst 2–3 säuerliche Äpfel und zwei Zwiebeln schälen, achteln und dann bei milder Hitze 7 Minuten in Butter anbraten. Jeweils einen TL Zucker und Majoran hinzugeben und mit etwas Salz unterrühren. Nun die Gans mit der Apfel-Zwiebel-Mischung füllen und die Bauchseite mit Küchen­garn zunähen. Die Gans in dem auf 180° vorgeheizten Ofen mit der Bauchseite nach unten auf den unteren Rost legen, die Fettpfanne mit ¼ Liter Wasser gefüllt darunterstellen. Während der kom­pletten Bratzeit die Gans alle 15 Minuten mit dem austretenden Bratenfond übergießen, nach den ersten 90 Minuten muss die Gans gewendet werden. Nach Ende der Garzeit, ca. 3,5 bis 4 Stunden, die Gans mit Honig bepinseln, die Temperatur auf 220° erhöhen und den Braten bei offener Tür 10 Minuten ruhen lassen.

Für eine leckere Soße das Fett vom Bratenfond abschöpfen, mit Wasser auffüllen und etwas von der Füllung hineinpürieren. Mit einem Schuss Bier oder Rotwein sowie Salz, Pfeffer und Majoran abschmecken und heiß servieren.

Serviettenknödel

Für die feinen Serviettenknödel 8 trockene Brötchen in kleine Würfel schneiden und mit Salz, Pfeffer, Muskat und ¼ Liter Milch in einer Schüssel vermengen. Anschließend eine Stunde zugedeckt einweichen lassen. Eine Zwiebel und ein halbes Bund Petersilie klein schneiden und in Butter andünsten. Abgekühlt, dies zusammen mit drei Eiern und etwas Majoran in die Brotmischung geben und mit den Händen vermengen. Statt zur klassischen Knödelform den Teig zu Rollen mit ca. 7–8 cm formen und dann fest in Alufolie einwickeln, die Enden wie ein Bonbon verdrehen. Dies hat den Vorteil, dass die Knödel auch nach dem Garen im Wasser bleiben können, ohne aufzuweichen. Die Knödelrollen 20 Minuten im kochenden Wasser garen.

Unser spezieller Tipp

„Brändele“ dazu reichen. Dazu Semmelbrösel in Butter zerlassen und goldgelb gebräunt mit den Knödelscheiben servieren – eine knusprige Ergänzung zu Ihrem Festtagsmenü. Wir wünschen schmackhafte Feiertage.

Ein Artikel von Franziska Herget

Beitragsbild: Gänsebraten - Foto © WRW/Pixelio