Dieses Buch erzählt die Geschichten von drei Frauen. Einmal die des schwarzen Kindermädchens Aibileen, die gerade ihr 17tes weißes Baby aufzieht und seit dem Tod ihres Sohnes Bitterkeit im Herzen trägt. Die junge Weiße Skeeter Phelan hingegen schafft es trotz Studium und Job nicht, ihrem Elternhaus zu entkommen, in dem ihre Mutter sie mit einem Treuhandfonds, einer Haar­glättungs­creme und vielen Ratschlägen in die Ehe treiben will. Und dann ist da noch die dunkel­häutige Minny, siebenfache Mutter und begnadete Köchin, die wegen ihrer ehrlichen, aber scharfen Zunge schon öfter ihren Job verloren hat.

Drei Frauen, drei Welten – und dennoch wohnen alle in der Stadt Jackson in Mississippi. Denn es ist 1962, die Rassentrennung ist hier mehr als nur ein Wort, sie hat eine Parallelgesellschaft erschaffen. In dieser zutiefst konservativen Stadt verweben sich die Leben dieser drei starken Frauen immer mehr miteinander und sie kommen gemeinsam zu dem Entschluss: Es muss sich etwas ändern. Und so wagen die drei am Vorabend der Bürgerrechtsbewegung etwas, was sich zumindest in Jackson noch nie einer getraut hat: Sie sagen die Wahrheit. Und schreiben sie auf.

Das Gegenstück zu „Vom Winde verweht“ ist der Überraschungserfolg der Debütautorin Kathryn Stockett. Mit ihrer bildlichen Schreibweise zieht sie den Leser in das Leben von Aibileen, Skeeter und Minny und schafft es so, einen Einblick von beide Seiten auf die Rassentrennung zu geben.

„Gute Geister“ von Kathryn Stockett, ISBN-10: 344275240X

Beitragsbild: Cover 'Gute Geister' von Kathry Stockett - Foto © btb Verlag