Es ist wirklich nichts Neues, unser Alltag wird immer hektischer und stressiger. Körper und Geist wird viel abverlangt, mit wenigen Ruhepausen zwischendurch. Umso wichtiger ist ein Rückzugsort zu Hause, an dem der Stress des Tages abgebaut werden kann.

Da bietet es sich doch an, die eigene kleine Wohlfühloase direkt vor der (Balkon-)Tür anzulegen. Je nach Ausrichtung des Balkons gilt es, dabei ein paar Tricks und Kniffe zu beachten.

Für einen Südbalkon etwa, der eigentlich immer in der Sonne liegt, sind qualitativ hochwertige Gartenmöbel ein Muss. Man sollte auf Teakholz oder Sessel aus echtem Rattan setzen, Möbel aus Hartholz oder Polyrattan halten der direkten Sonnenbestrahlung nicht lange stand. Mediterrane Pflanzen sind die dankbarsten Bewohner des Südbalkons, dazu zählen Zitrus- oder Olivenbäumchen, Hibiskus oder Oleander. Wer gerne mittags auf seinen Balkon geht, für den bekommt das Kinderspiel „Der Boden ist Lava“ eine ganz praktische Bedeutung. Hier wäre es eine Überlegung wert, sich für seine paar Quadratmeter Balkon etwas echten Luxus zu gönnen: Holzfliesen. Diese können, wie z. B. Laminat, mit dem Click-Verfahren auf dem Balkon verlegt werden, ohne dass man die alten Fliesen entfernen muss. Die etwas günstigere Variante wären hölzerne Bodenroste, die ebenfalls in fußfreundlichem Holz und sehr schönen Mustern erhältlich sind.

Auf Ost- und Westbalkonen zeigen sich Halbschattengewächse von ihrer besten Seite, die sich auch dann wohlfühlen, wenn die Sonne nur ein paar Stunden am Tag vorbeischaut. Dazu zählen der robuste Rhododendron oder die zarte Clematis. Hier ist eine kleine lackierte Klappgarnitur mit Sitzpolstern genau das richtige Möbelwerk.

Gerade an sehr heißen Tagen, wie zuletzt im August, ist ein Sitzplatz auf einem Nordbalkon ein angenehmer Rückzugsort. Auf Holzmöbel oder solche mit einer rauen Oberfläche sollte man hier allerdings verzichten: Auf dem kühlen und schattigen Nordbalkon vermoosen die Möbel leicht und müssen oft gereinigt werden.

Nichts ruiniert einen schönen Balkon mehr als die kleinen summenden Plagegeister. Ein einfacher und gleichzeitig schmackhafter Schutz: Tomatenpflanzen. Mücken und Fliegen können den Geruch der Sträucher nicht leiden, ebenso wenig wie den von Kräutern wie Basilikum, Schnittlauch oder Zitronenmelisse. Diese Kräuter haben auch noch den wunderbaren Vorteil, dass sie dem Balkonklima eine würzige, mediterrane Note geben.

Wir wünschen viel Spaß beim Gestalten!

Beitragsbild: Wenn der Balkon zum zweiten Wohnzimmer wird © Tokamuwi / Pixelio