Dem Garten ein stimmiges Aussehen verleihen und damit einen Ruhepol schaffen

Viele begeisterte Hobbygärtner haben das Problem, dass die meisten Gartenbegrenzungen und Wegpflaster den Garten abstrakt und künstlich wirken lassen. Um dennoch auf harmonische Weise den Hanggarten zu terrassieren, Beete, Teichanlagen und Grundstücksgrenzen mit Wegen zu versehen oder die Beete für ein angenehmeres Gärtnern aufzustocken, bietet sich immer die Verwendung von Naturstein an.

Es gibt viele traditionelle und moderne Arten, Naturstein zu verarbeiten. Eine der wichtigsten, weil ästhetisch, beständig und am meisten dem Charakter des Natursteins entsprechend, ist die des Trockenmauerns. Hier werden die rohen Steine trocken aufeinandergeschichtet und dabei miteinander verkeilt. Die Mauer oder der Weg benötigen so keinerlei Mörtel und bleiben bei gleichbleibender Belastung auf ewig stabil. Ein weiterer Vorteil beim Mauerwerk: In den Fugen zwischen den Steinen können Mauerpflanzen angesetzt werden und mit diesen siedeln sich auch seltene heimische Tiere wie der Salamander an, der bevorzugt in Steinspalten wohnt.

In Nordeuropa wird häufig noch das Bruchsteinmauerwerk angetroffen. Natursteine werden hierbei mit Mörtel verbunden und ermöglichen so eine flexiblere Mauer- und Verlegetechnik. Seit Kurzem sind auch sogenannte Gabionen in deutschen Vorgärten anzutreffen. Diese Drahtgitterkörbe, gefüllt mit beliebigen Bruchsteinen, gelten als moderne und schnelle Variante der Natursteinmauer und werden bevorzugt als Lärmschutz oder als Hangmauer verwendet.

Auch Planken und Trommelsteine lassen sich schön kombinieren – Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Auch Planken und Trommelsteine lassen sich schön kombinieren – Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Steht die Planung des neuen Gartens, gilt es, sich auf das entsprechende Gestein festzulegen. Dabei sind Form und Farbe nicht die einzigen Kriterien, nach denen man aussuchen sollte. Heimische Sorten wie Sandstein und Muschelkalk verwittern nach einiger Zeit und geben so Gartenmauern relativ zeitnah einen natürlichen Touch. Für Wege sind sie allerdings weniger geeignet. Dafür sind Basalt, Schiefer und Findlinge sehr witterungsbeständig. Bei Wegen, die seltener genutzt werden, bieten sich Kieswege als günstiges und auch pflegeleichtes Wegematerial an.

Naturstein ist ein dankbares Produkt und kann oft in eigener Handarbeit verarbeitet werden. Bei größeren Projekten, bei denen Statik eine große Rolle spielt, oder wenn es um die Auswahl des richtigen Gesteins geht, sollte man auf die Hilfe eines erfahrenen Gartenbauers zurückgreifen. Damit die Freude an der Natursteinmauer auch von Dauer ist.

Ein Artikel von Franziska Herget

Beitragsbild: Natursteine integrieren sich auf klassische Weise – Foto: Rolf Handke / pixelio.de