Die Leuchtdiode – oder kurz LED – hatte keinen guten Start als Leuchtmittel. Viele werden sich an den nicht sehr strahlenden Einstieg in das Lichtgeschäft erinnern. Lange Zeit war die LED wegen ihrer geringen Lichtausbeute keine wirkliche Alternative zu herkömmlichen Leuchtmitteln. Selbst heute noch werden technisch und qualitativ niederwertige LED-Produkte angeboten, obwohl bereits erheblich Besseres schon zum gleichen Preis verfügbar ist. Leider ist der Unterschied nicht für jedermann leicht zu erkennen.

Die LED-Technik hat inzwischen riesige Fortschritte gemacht und startet in Zeiten steigender Strompreise in ihre zweite Runde. Der geniale Vorteil der LED ist ihre Einzigartigkeit. In modernen Lampen ermöglicht sie ganz neue Beleuchtungsszenarien. Sie ist in ihrer puren Form an keine Konventionen mehr gebunden und macht sich damit nicht nur zum Leucht-, sondern auch zum Stilmittel. LEDs entfalten ihre Langlebigkeit, Leuchtkraft und Einsatzmöglichkeiten vollkommen in speziell dafür entwickelten Lampen. Bei gemeinsamer Neuanschaffung von Lampe und Leuchtmitteln stechen LED-Lösungen in Form, Funktion und Wirtschaftlichkeit klar hervor.

In den klassischen Fassungen für Glühbirnen und Leuchtstoffröhren bis hin zu Halogenbirnchen kann die LED alle gebräuchlichen Leuchtmittel ersetzen und lässt einen so in die neue Lichtwelt hineinschnuppern.

Wenn man konkret eine Birne austauschen möchte, sollte man zunächst die Lumenzahl zurate ziehen. Diese steht auf der Verpackung und gibt an, wie viel Lichtstrom die LED abgibt. Die alte 60-Watt-Glühbirne leuchtet mit ca. 800 Lumen. Eine aktuelle LED-Lampe mit demselben warmen Licht braucht hierfür nur etwa 10 Watt.

Grundsätzlich hat sich ein gutes LED-Leuchtmittel im Vergleich zu Glüh-, Halogen- oder Leuchtstofflampen schnell amortisiert. Die Lebensdauer ist ca. 50 Mal höher. Wenn zum Beispiel eine 35-Watt-Lampe 4 Stunden pro Tag brennt, sind das 51,1 kWh pro Jahr. Bei aktuellen 23 Cent pro kWh sind das immerhin 11,75 €. Eine vergleichbare LED mit 6 Watt verbraucht nur 8,8 kWh und damit nur knapp 2 € pro Jahr. Das bedeutet eine Einsparung von fast 10 € pro Lampe – im geschäftlichen Bereich entsprechend den höheren Betriebsstunden leicht das Doppelte!

Beim Kauf sollte man zudem auf die Farbtemperatur achten. Das sogenannte warmweiße Licht hat einen leichten Rotton (ca. 2.700 Kelvin) – es ist angenehm für die Augen und eignet sich gut für Wohnräume. Kaltweißes Licht hat ca. 4.000 Kelvin – geht Richtung blau und wird teils in Bädern, Küchen oder Arbeitsräumen verwendet. Das „Daylight“ (Tageslicht) hat eine Farbtemperatur über 5.500 Kelvin – es wird in Räumen eingesetzt, in denen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist. Sein Blauanteil kommt einem blauen Himmel am nächsten. Glüh- und Halogenlampen geben UV- und Infrarot-Strahlung ab – eine normale LED-Lampe ist frei davon. Das für unsere Aufmerksamkeit wichtige Blau ist in einer konventionellen Glühlampe so gut wie nicht vorhanden.

Der Farbwiedergabewert (CRI) gibt an, wie natürlich die Farben eines beleuchteten Gegenstandes wiedergegeben werden. In Büros und Werkstätten z. B. sollte 80 nicht unterschritten werden. Dies entspricht einer Standard-Leuchtstoffröhre. Gute LED-Lampen haben heute einen CRI von über 85 – das ist meistens für Zuhause und Betrieb vollkommen ausreichend. Für spezielle Bedürfnisse sind auch LEDs mit CRI 95 verfügbar.

Im Gegensatz zur Energiesparlampe sind in LEDs keine gesundheitsschädlichen Stoffe verarbeitet, sie können einfach ausgetauscht und mit dem Elektroschrott entsorgt werden.

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