Bochum, 20.10.2015. Zwar ist es kein Eheversprechen, aber mit der Unterschrift unter einen Mietvertrag bindet sich der Mieter doch sehr stark an den Vermieter. Manchmal dauert die Beziehung sogar länger als eine Ehe. Deshalb gilt es sich zu informieren. Denn es gibt sehr viele unterschiedliche Anbieter. Private Besitzer, Untervermieter, Hausverwaltungen oder große Unternehmen. Wer sich vor dem Abschluss des Mietvertrages ein Bild von seinem künftigen Geschäftspartner macht, weiß mit wem er es zu tun hat, so dass die Chance, mit der Wahl glücklich zu sein, deutlich steigt.

Wie zufrieden derzeit die Deutschen mit ihrem Vermieter sind, zeigt eine repräsentative TNS Emnid-Umfrage des Bochumer Wohnungsunternehmens Vonovia. Mit einem bemerkenswerten Ergebnis: Sofern sie zur Miete wohnen, antworten 87 Prozent der rund 1.000 Befragten auf die Frage „Sind Sie mit Ihrem Vermieter zufrieden?“ mit „Ja“. Das gilt in Ostdeutschland ebenso wie im Westen. Erstaunlich: Auch Geringverdiener mit einem Netto-Einkommen von unter 1.000 Euro pro Monat sind immerhin noch zu 80 Prozent einverstanden mit Ihrem Vermieter. Nicht ganz einig scheinen sich Männer und Frauen zu sein: Während 92 Prozent der Herren nicht klagen können, zeigen sich die Damen mit 83 Prozent gegenüber etwas kritischer.

Interessant ist auch die Betrachtung regionaler Unterschiede: Insbesondere in den großen Stadtstaaten sind die Mieter überwiegend sehr zufrieden mit ihrem Vermieter – wie z.B. in Berlin mit 90 Prozent und Hamburg mit 97 Prozent. Nur rund 100 km weiter sieht es allerdings anders aus: Bremen schneidet mit nur 59 Prozent auffällig schlecht ab. Bleibt aber die einzige Region mit einem Abfall der Werte. In den anderen Bundesländern ist die Zufriedenheit mit dem Vermieter überall sehr groß: So kann sich Baden-Württemberg über 96 Prozent glückliche Mieter freuen und in Rheinland-Pfalz sowie dem Saarland und sogar Mecklenburg-Vorpommern erreicht die Zufriedenheit sogar 100 Prozent.

Wer auf Wohnungssuche ist, hat durchaus Einfluss auf die Wahl seines Vermieters. So lohnt es sich für den Mieter, zu klären, ob der Vermieter seine Bedürfnisse ernst nimmt und sich ihm gegenüber verantwortlich fühlt. Das lässt sich z.B. daran ablesen, wie engagiert ein Unternehmen Sanierungen vorantreibt, energetische Ansprüche umsetzt und in barrierearmes Wohnen investiert.

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