Wie so vieles wird sich auch das Wohnen in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Einiges ist noch Zukunftsmusik, anderes wird bereits in den nächsten 2–3 Jahren verfügbar sein und insbesondere das Leben älterer Menschen unterstützen und sicherer machen können.

Smart Home

Das Smart Home ist inzwischen jedem ein Begriff. Dabei werden intelligente Geräte der Gebäudeautomation (Licht, Heizung, Rollläden etc.), Haushalts- und Multimediageräte mit einem intelligenten System vernetzt. Die Steuerung erfolgt dann per App oder auch autark auf Basis äußerer Impulse (Temperaturabfall, Regen etc.). Neben der Bequemlichkeit ergeben sich daraus große Vorteile in Sachen Energieverbrauch und Sicherheit.

Serviceroboter

Als Haushaltshelfer in Form von Mäh- und Saugrobotern hat sich die Robotik schon seit einigen Jahren im Durchschnittshaushalt durchgesetzt. Die ersten Überwachungsroboter werden derzeit in Industrie-, Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungen eingeführt und getestet. Und in den kommenden 2–3 Jahren rechnet man damit, dass die sogenannten Assistenzroboter massentauglich werden. Dies sind Roboter, wie sie aus Science-Fiction-Filmen erwartet werden: Sie sollen Aufgaben im Haushalt (Kochen, Waschen, Putzen) und in der Pflege übernehmen können. Allerdings stehen hier Kosten und Nutzen noch in keinem Verhältnis. Der PR2, entwickelt an der TU München, stellt für den sagenhaften Einzelpreis von 300.000 Euro gerade mal Popcorn her.

Wall-E und Co. lassen grüßen, größere Technologiesprünge stehen bevor – Foto: pixabay.com

Wall-E und Co. lassen grüßen, größere Technologiesprünge stehen bevor – Foto: pixabay.com

Ambient Assisted Living (AAL)

Der Wunsch nach einem selbstständigen und selbstbestimmten Leben, besonders im Alter, treibt die Forschung im Bereich AAL (dt. altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben) an. Dabei geht es um Techniken, Systeme und Dienstleistungen, die das alltägliche Leben unaufdringlich unterstützen. Alltagsdaten werden erfasst, um bei Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf sofort Alarm schlagen zu können. Geprüft werden einfache Sachen – ob das Bett verlassen oder der Kühlschrank bereits geöffnet wurde. Unterstützt wird über einen Terminkalender im Badezimmerspiegel oder das Ausschalten des Herdes bei Verlassen der Wohnung. AAL-Systeme sind bisher nur in einfachsten Formen realisiert, da einerseits noch einige Datenschutzfragen ungeklärt sind, andererseits die Technik von der jetzigen Rentnergeneration nicht akzeptiert wird. Aber gerade die technikversiertere Generation kann und wird von diesen Systemen in Zukunft profitieren.

Beitragsbild: Bisher sind es nur kleine Werkzeuge, bald können wir uns aber richtig umsorgen lassen – Foto: JD Photodesign / Fotolia.com