Unter dem Namen Hochseilgarten, Waldklettergarten oder Kletterwald gibt es in ganz Deutschland Kletterparcours in luftigen Höhen. Gesichert mit einem Klettergurt, eingehängt an Führungsseilen, gilt es, den Weg zu finden über wackelige Hängebrücken, schwankende Kletterelemente und rasante Seilrutschen. Da müssen Strickleitern und Kletterwände erklommen und die ein oder andere größere Lücke im Parcours durch einen beherzten Sprung überwunden werden. Was von unten ziemlich einschüchternd wirken kann, ist von oben aber nach kurzer Zeit ein wirkliches Erlebnis. Das Klettern fordert und fördert sowohl die Konzentration als auch das Gleichgewichtsgefühl und das Selbstbewusstsein. Und nebenbei macht es richtig Spaß.

Eine gemeinsame Klettertour hilft auch, das Vertrauen in sich selbst und andere zu stärken. Deswegen geht man gerne gemeinsam mit der Familie, dem Freundeskreis oder auch mal dem Verein eine Runde durch die Höhen. Firmen nutzen oftmals ein spezielles Teamtraining, um neue Projektgruppen aufzubauen oder die Teamfindung anzuregen.

Sicherheit steht natürlich an oberster Stelle. Vor jedem Klettergang steht eine Einweisung in das Gurt- und Sicherungskonzept des Klettergartens an, außerdem wird für jeden noch mal der Klettergurt überprüft und angepasst. An jeder Stelle des Parcours sind Vorrichtungen angebracht, an denen man sich einklinkt, um so sicher auf die andere Seite des Parcours zu kommen.

Je nachdem wie trittfest die Gruppe ist, gibt es einfache und herausfordernde Strecken, die es zu meistern gilt. Einstiegs- oder Übungsparcours findet man von 1 bis 5 m über dem Boden. Eine wirkliche Herausforderung für die Nerven können die schwierigsten Parcours werden, die zum Teil in über 15 m Höhe liegen.

Natürlich muss keiner so weit hinauf. Es geht hier weniger darum, unbedingt ein bestimmtes Ziel zu erreichen, als darum, seine eigenen Grenzen zu testen und gerne auch mal zu überwinden. Wer sich der Herausforderung stellen möchte: Ab Ende März beginnt die Saison wieder in vielen Waldklettergärten.

Ein Artikel von Franziska Herget

Beitragsbild: In den meisten Hochseilgärten werden verschiedene Schwierigkeitsstufen angeboten – Foto: Sparkie / pixelio.de