Jetzt wird es ernst: Angenommen an der Wunschhochschule in Weit-Weit-Weg! Jetzt gilt es einen Plan zu schmieden, die trauten vier Wände der Eltern zu verlassen und seine eigene Wohnung und damit seinen ersten Studentenumzug zu organisieren. Dabei gilt wie in vielen Lebensbereichen: Vorbereitung ist die halbe Miete. Die erste grundlegende Entscheidung heißt: Ab in eine möblierte WG oder lieber gleich die Hardcore-Variante mit 100 Prozent Eigenverantwortung in der Mietwohnung?

Der Umzug ist schnell organisiert

Für den eigentlichen Umzug gilt es, die vier Ks zu beachten: Kisten, Kumpel, Karre, Kaffee!

Sprich, alles vorher sinnvoll und logisch verpacken, genügend Freunde zum Helfen organisieren, die Sachen in das richtige Gefährt verladen und heil zum Zielort bringen sowie ausreichend Essen und Getränke bereitstellen, um die Meute bei Laune zu halten. Nichts vergeudet mehr Zeit als ein Umzug in Tüten und labbrigen Kartons, die beim ersten Stapeln auseinanderfallen. Das eigentliche Haareraufen folgt aber meist im Anschluss. Die Einrichtung ist grob erledigt, alle Kartons sind mit möglichst wenig Bruchstücken ausgepackt und der Schlafplatz ist eingerichtet. Jetzt geht es an die Verantwortung und die Organisationsprobleme, die gratis mit der neuen Behausung geliefert werden.

Wichtig: Haftpflichtversicherung prüfen!

Hier ist als Allererstes die Haftpflichtversicherung zu nennen. Meistens ist man als Familienspross bis zum Alter von 25 Jahren in der Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert. Das gilt allerdings oft nur, wenn auch unter einem Dach mit diesen gewohnt wird. Also, dieses Thema auf den Prüfstand stellen. Anständige Versicherungen starten bei ca. 50 Euro pro Jahr und halten die meisten studentischen Verfehlungen am Eigentum des Vermieters davon ab, den eigenen Geldbeutel leerzufressen. Falls teures Inventar mitgenommen wird, kann auch eine Hausratversicherung sinnvoll sein.

Stromversorgung, Internet und Technik

Sofern man nicht in einer WG gelandet ist, gilt es, sich nach einem passenden Stromanbieter und Internetprovider umzusehen. Als grobe Richtlinie kann herhalten: Ein Student verbraucht im Schnitt ca. 2 000 kWh pro Jahr. Verträge mit monatlichen Abschlägen wählen, ohne Vorauskasse. Ca. 10 % der Nebenkosten kann man übers Jahr zurücklegen, dann trifft die Nachzahlung nicht so hart. Von Preisvergleichsportalen wimmelt es nur so im Internet. LED-Leuchten helfen, die monatlichen Kosten zu drücken. Anständige Exemplare liefern ca. 300 Lumen bei 3–4 Watt und haben eine Farbtemperatur von 2 700 bis 2 900 Kelvin – pro Stück ca. 6 Euro mit Garantie für 2 Jahre.

Da die meisten ein Handy mit Flat besitzen, können 5–10 Euro pro Monat am Telefonanschluss gespart werden. Technikversierte investieren in einen schnellen und stromsparenden Router, der hat seine Kosten nach 1,5 Jahren wieder an Energie eingespart.

Sehr gute gebrauchte Waschmaschinen und Kühlschränke tummeln sich zuhauf auf den Kleinanzeigen-Portalen. Hier gilt es, Geräte ins Auge zu fassen, die ca. 5 Jahre alt sind. So gelingt es, noch die Effizienzsteigerungen der letzten Jahre mitzunehmen. Kühlschränke nur mit Gefrierfach kaufen– auch wenn manch einer denkt, erstmal ohne auszukommen.

Damit ist das erste Überleben auf jeden Fall gesichert – Ummelden nicht vergessen!

Beitragsbild: Jetzt wird es ernst: Angenommen an der Wunschhochschule in Weit-Weit-Weg! Jetzt gilt es einen Plan zu schmieden. – Foto: Sylwia Schreck @ pixelio.de