Michaela Klein hat ihren Fachwirt in Rekordzeit absolviert und sich damit eine Leitungsfunktion in der Gesundheitsbranche gesichert. Als frisch gebackene Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen übernimmt die 25-jährige Waiblingerin die kaufmännische Leitung des Zentrums für ambulante Rehabilitation (ZAR) in Stuttgart. Aktuell arbeitet sie noch als Verwaltungsleiterin beim Schwesterunternehmen in Ulm. Doch die Karrieretür ist offen. Erster Schritt auf der Jobleiter sollte eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester sein. Doch das Knie machte Probleme.

„Den ganzen Tag stehen und gehen – das war nichts für mich“, sagt Klein heute. Also sattelte sie kurzerhand um und absolvierte eine Lehre zur Kauffrau im Gesundheitswesen. Als Jahrgangsbeste mit einem Notenschnitt von 1,3 und einem IHK-Stipendium zur Begabtenförderung in der Tasche war für Klein klar: „Ich mache den Fachwirt.“ Nach nur neun Monaten nebenberuflichem Unterricht meldete sie sich zur Prüfung bei der IHK an. Sie bestand wiederum als Beste. Kurz nach der Prüfung die nächste Herausforderung: ein Lehrgang zum Betriebswirt – der einem universitären Bachelor-Abschluss entspricht. Wieder in eineinhalb Jahren. Wieder mit bestem Abschluss.

Foto © Rainer Sturm / pixelio.de

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Beispiele wie das von Michaela Klein sind kein Einzelfall, wie Simone Stargardt weiß. Die Chefin der Privatakademie carriere & more hat jährlich mehrere Hundert Teilnehmer in ihren Lehrgängen sitzen. Sie alle streben auf dem sogenannten zweiten Bildungsweg eine Qualifizierung an, mit der es auf der Karriereleiter nach oben gehen soll. „Der Löwenanteil bereitet sich bei uns auf einen IHK-Abschluss als Fach- oder Betriebswirt vor“, erklärt Stargardt. Daneben gibt es Weiterbildungen zum Industrie- oder Handelsfachwirt. Gefragt sind zudem der technische Betriebswirt oder der Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen, wie ihn Michaela Klein gemacht hat.

Wer sich nebenberuflich qualifizieren will, der kann das bei IHK-Bildungseinrichtungen oder privaten Akademien wie carriere & more tun. Infoabende bieten eine gute Möglichkeit, um den Anbietern auf den Zahn zu fühlen. Bei bis zu 3.500 Euro Kursgebühr etwa für den Technischen Betriebswirt lohnt der Vergleich. Qualitätskriterien sind dabei eine Geld-zurück-Garantie bei Nichtbestehen der IHK-Prüfung, eine Kursgarantie, möglichst wenig Dozentenwechsel sowie die Ausgestaltung der Lernmaterialien, sprich wie umfangreich und sinnvoll diese sind.

Ein Artikel von Michael Sudahl

Beitragsbild: Weiterbildung in kleinen Gruppen – Foto © Michael Sudahl