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Man wünscht es keinem, aber die letzten Jahre haben es vermehrt gezeigt: Vulkanausbruch in Island, plötzliche Kältewellen oder Streiks bei den Fluggesellschaften. Das sind jetzt die krassen Beispiele, aber es gibt es immer wieder Probleme mit verspäteten Flügen – und gerade in der Urlaubszeit ist es besonders ärgerlich und viele Reisende sind betroffen.

Bisher galt Folgendes: Wenn ein Flug eine Verspätung von mehr als drei Stunden hat, steht dem Fluggast eine Entschädigung zu.

Was aber ist, wenn der erste Flug lediglich eine Verspätung von zwei Stunden hat, der Reisende aber dadurch seinen Anschlussflug nicht mehr erreicht und daher verspätet am Zielort ankommt? Der Europäische Gerichtshof hat nun entschieden, dass Fluggäste eines Fluges mit Anschlussflügen entschädigt werden müssen, wenn ihr Flug am Endziel mit einer Verspätung von drei Stunden oder mehr ankommt.

Beurteilungskriterium ist das Vorliegen einer Verspätung anhand der planmäßigen Ankunftszeit am Endziel und nicht die Verspätung von einzelnen Teilflügen.Dies hilft zwar bei der eigentlichen Problematik der entgangenen Zeit nicht, und die Entschädigung muss noch eigens erstritten und damit auch festgelegt werden, aber es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

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Beitragsbild: Holger Gloistein – Foto © Anwaltskanzlei Frey, Gloistein und Fritz