Im schlimmsten Fall kann ein Pflegefall in der Familie zur emotionalen und finanziellen Zerreißprobe werden. Meistens muss kurzfristig eine geeignete Hilfe für die Pflege oder sogar ein Heimplatz gesucht werden, die Angelegenheiten des Betroffenen müssen neu organisiert werden und nicht zuletzt ist es für alle Beteiligten einfach eine schwere psychische Belastung. Und nebenbei entstehen plötzlich beachtliche finanzielle Verpflichtungen.

Dazu muss man wissen: Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Teilkostenversicherung. Das heißt konkret, dass sie nicht für die gesamten Kosten der Pflege aufkommt. Ein kleines Rechenbeispiel: Im Bundesdurchschnitt kostet ein Pflegeheimplatz ca. 3.200 Euro monatlich. Die Höchstleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung liegt aber nur bei 1.550 Euro. Das heißt, dass die Versorgungslücke zwischen den eigentlichen Kosten und den Leistungen der Pflegeversicherung bei gut 1.650 Euro liegt.

Foto © M.E. / pixelio.de

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Diese werden zunächst mit dem Einkommen und Vermögen des Pflegebedürftigen und seines Partners beglichen. Reichen die finanziellen Mittel des Pflegebedürftigen nicht aus, prüft das Sozialamt, ob in den letzten zehn Jahren größere Vermögenswerte verschenkt wurden! Diese kann das Sozialamt zugunsten des Betroffenen zurückfordern. Und als nächste Instanz heißt es dann: Kinder haften für ihre Eltern. Je nach finanziellen Verhältnissen kann das Sozialamt die Familie zu Unterhalt verpflichten, dies gilt für Kinder und Enkel genauso wie für Großeltern.

Wer nicht nur sich, sondern auch seine Familie für diesen Fall absichern möchte, der sollte sich ernsthafte Gedanken zu einer Pflegezusatzversicherung machen. Diese deckt je nach Typ die Lücke zwischen der Versorgung durch die Pflegeversicherung und den eigentlichen Pflegekosten.

Info-Tipp:
Kompetente Beratung zum Thema Pflegeversicherung erhalten Sie bei Schäuffele GmbH und Co. KG.: Hauptstraße 52, 70839 Gerlingen, Tel. (0 71 56) 17 55 60, www.schaeuffele-versicherungen-vfm.de

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