Im Juni 1966, vor 50 Jahren also, war es so weit, die Gemeinde Ditzingen wurde feierlich in den Stand einer Stadt erhoben. Mehr als 6.500 Menschen zog es Ende der 50er-Jahre in die von dörflichen Strukturen geprägte Gemeinde, sodass zu Beginn der 60er die Anzahl der Einwohner die erforderlichen 10 000 erreicht hatte.

Mit der Stadterhebung sollte gleichzeitig eine Art Masterplan für die künftige Entwicklung des Ortes erarbeitet werden, sodass in Ditzingen die für die Bürger notwendigen Einrichtungen und Infrastrukturen umgesetzt werden konnten. Die erste Dekade als Stadt war von heftigen Debatten geprägt, denn es gab sowohl bei der Kommune als auch bei den Bürgerinnen und Bürgern das Bestreben, an der Zukunft Ditzingens mitzuwirken. Das Engagement am Gemeinwesen sollte sich als ein entscheidender Faktor für die Zukunft von Ditzingen herausstellen – zeitgleich zur Stadterhebung wurden mehrere Vereine und bürgerschaftliche Initiativen gegründet, die bis heute das Gemeindebild prägen.

Nach dem Zusammenschluss mit Schöckingen, Heimerdingen und Hirschlanden konnte die Gemeinde den adäquaten Ausbau der Schulen sowie der Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen ermöglichen. Dieser Ausbau, sichere Arbeitsplätze sowie die gute Verkehrsanbindung machten Ditzingen als Wohn- und Arbeitsort so attraktiv, dass im Oktober 1976 sogar die Ernennung zur „Großen Kreisstadt“ erfolgte.

Luftbild von Ditzingen – Foto: Stadt Ditzingen PR

Luftbild von Ditzingen – Foto: Stadt Ditzingen PR

Gerade die Nähe zu der in den 80ern gebauten Autobahn lockte viele Firmen aus dem engen Stuttgarter Talkessel in das offene Ditzingen. Durch geschickte Planung der Infrastruktur und eine ausgewogene Aufteilung in Wohn- und Industrieflächen konnten Verwaltung und Gemeinderat bei allen Stadtteilen eine nachhaltige und „gesunde“ Entwicklung ermöglichen. So entstand eben nicht der gefürchtete Wildwuchs, der manch eine schnell wachsende Stadt verschlingt.

Innerhalb von zwei Generationen vom Dorf zur „Großen Kreisstadt“ – wirklich eine Meisterleistung.

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Beitragsbild: Foto: Stadt Ditzingen PR